Mister Spock wird 70

Wahre Trekkies wissen Bescheid: Seine Mutter war eine Lehrerin von der Erde, sein Vater ein vulkanischer Diplomat. Am 26. März feiert Leonard Nimoy alias Mr. Spock, das "Raumschiff Enterprise"-Besatzungsmitglied mit den langen spitzen Ohren, seinen 70. Geburtstag.
Er heiratete schon als Kind das Mädchen T'Pring, und zwar auf telepathischem Wege. Als junger Mann ging er an Bord der U.S.S. Enterprise. Am 26. März feiert Leonard Nimoy alias Mr. Spock, der Vulkanier mit den langen spitzen Ohren, seinen 70. Geburtstag.
Nimoy hatte lange gezögert, ehe er sich 1978 für den ersten von schließlich insgesamt sechs "Star Trek" - Kinofilmen wieder in den Vulkanier verwandeln ließ. Zwölf Jahre zuvor hatte ihn die Rolle in der gleichnamigen Science-Fiction-Serie im Fernsehen auf einen Schlag berühmt gemacht. Von Zeit zu Zeit mußte gar die Polizei einschreiten, weil er sofort, wenn er auftauchte, von einer Schar von Autogrammjägern und "Anfassern" umringt und bedrängt wurde.
Das war nicht die einzige negative Begleiterscheinung, die diese Rolle mit sich brachte: Als 1969 die letzte Fernsehfolge lief, hatte Nimoy die Enterprise-Nummer so erfolgreich vermarktet (auch per Schallplatte), dass manche ihm andere Rollen kaum noch zutrauten. Wer ihn sah, dachte sofort an Raumschiff Enterprise. Doch Nimoy bewies immer wieder auch auf der Bühne, dass er das Schauspieler-Handwerk in seiner Geburtsstadt am Boston College von der Pike auf gelernt hatte. Am Broadway war er unter anderem in "Fiddler on the Roof" (Der Fiedler auf de Dach) und "Camelot" zu sehen. Bei der Royal Shakespeare Company gab er den berühmten Detektiv in "Sherlock Holmes".1975 stellte Nimoy in seiner ersten Autobiografie klar: "Ich bin nicht Spock".
Doch als Hollywood in Sachen Enterprise wieder bei ihm anfragte, besann er sich auf das, was ihn schon früher an der Rolle gereizt hatte: "Es ist dieser innere Konflikt, diese doppelte Natur." Ständig versuche der Vulkanier mit maschinenhafter Logik die Kontrolle über seine menschlich-emotionale Seite zubehalten.
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