Rekordzuwachs bei Leistungsberechtigten

Die österreichischen Pensionskassen konnten sich im Jahr 2000, dem zehnten Jahr ihres Bestehens, über einen Zuwachs bei den Anwartschaft- und Leistungsberechtigten um 23 Prozent auf 284.000 freuen.
"Das war der größte jährliche Zuwachs", so Dietmar Neyer, Vorsteher des Fachverbandes der Pensionskassen. Das verwaltete Vermögen belief sich zu Jahresende 2000 auf 110 Mrd. S (7,99 Mrd. Euro). Das schwache Aktienjahr schlug sich allerdings bei den Renditen nieder, die durchschnittliche Performance verschlechterte sich auf 8 Prozent, nach 13,5 Prozent 1999.
Auf die Bezieher von Pensionen - Ende 2000 gab es 31.000 Leistungsberechtigte - wirke sich ein eher schlechtes Jahr aber nicht aus, so Neyer. Viele Pensionkassen hätten im vergangenen Jahr aus der Schwankungsrückstellung, die aus Überschüssen gebildet werden, zugeschossen. Für heuer gehen die Pensionskassen von einer durchschnittlichen Performance von 7,5 Prozent aus. Beim Anlagevolumen erwartet Neyer heuer einen Zuwachs von 15 bis 20 Mrd. S.
Einen weiteren Anstieg bei den Anwartschaft- und Leistungsberechtigten erwartet Neyer von der im Vorjahr beschlossenen Änderung des Pensionskassengesetzes, derzufolge Pensionskassenlösungen auch für Beamte möglich sind. Mit den Bundesländern Oberösterreich und Tirol seien diesbezügliche Verhandlungen bereits weit gediehen. Für Vertragsbedienstete gibt es die Möglichkeit schon, im Jahr 2000 seien zu den österreichweit 19 betrieblichen und überbetrieblichen Pensionskassen rund 30.000 Vertragsbedienstete dazugekommen.
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