Freitag, 30. März 2001

Keine Auswirkungen auf den Strompreis im Burgenland

Die BEWAG wird mit Anfang April ihre Netztarife um durchschnittlich fünf Prozent senken. Ein entsprechendes Verfahren wird derzeit beim Wirtschaftsministerium durchgeführt, das derzeit noch für die Festsetzung der Netztarife der heimischen Stromversorger zuständig ist.

In Gesprächen zwischen BEWAG, Wirtschaftsministerium und dem seit 1. März eingesetzten Stromregulator Walter Boltz habe man sich auf die Senkung der Netztarife als ersten Schritt zu einer Anpassung der Preise geeinigt. "Die Verordnung ist eine Harmonisierungsverordnung", so BEWAG-Vorstandsdirektor Anton Schubaschitz. Es gehe darum, ähnliche Strukturen wie bei den anderen Betreibern zu erreichen.

Die angekündigte Tarifsenkung bedeute allerdings lediglich eine Verschiebung zwischen Netz- und Energiepreis. Bei der Stromrechnung werden die Kunden nichts bemerken: Da man bereits 1. Juli 1999 und am Beginn des Vorjahres den Strompreis zurückgenommen habe, sei eine weitere Senkung nicht möglich, hieß es aus der BEWAG.

Die Netztarife, die jedes Bundesland verrechnen darf, werden jeweils in Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium festgelegt. Das derzeitige Verfahren ist vermutlich eines der letzten auf diesem Weg: Mit 1.10.2001 geht laut Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG) 2000 die Zuständigkeit für die Festsetzung der Netztarife auf die Elektrizitäts-Control Kommission und die Elektrizitäts-Control GmbH über.

30.3.2001 10:52