Optimismus trotz Fehlstarts

Das erste Quartal verläuft für die Deutsche Bank bisher enttäuschend. Trotzdem will Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer den Konzerngewinn bis 2003 jährlich um mindestens 15 Prozent steigern.
Dies kündigte Breuer am Donnerstag in Frankfurt an. Eventuelle Einnahmen aus der beabsichtigten Veräußerung von Industriebeteiligungen seien dabei nicht berücksichtigt, betonte der Chef des größten deutschen Kreditinstituts. Zentrale Wachstumsfelder sollen das Investmentbanking sowie das Firmenkundengeschäft bleiben. Diese beiden Sparten hatten im vergangenen Jahr allein rund 60 Prozent zum Konzernergebnis beigetragen.
Der Start in 2001 blieb dagegen hinter den Erwartungen des Vorstandes zurück. Vor allem das Geschäft mit Börsengängen, Fusionen und Firmen-Übernahmen (Investmentbanking) schnitt schwächer ab als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt werde das erste Quartal 2001 daher kaum mit dem ersten Quartal des vergangenen Jahres, das bekanntlich ein Rekordergebnis zeigte, verglichen werden können, hieß es beim deutschen Branchen-Primus. "Insgesamt sind wir aber zufrieden. Manche Geschäftsfelder haben besser abgeschnitten, als unter diesen Umständen zu erwarten war. Dies gilt insbesondere für den Handel, wo wir weitere Marktanteile hinzugewinnen konnten", betonte Breuer.
Im Jahr 2000 hatte die Deutsche Bank mit einem Konzerngewinn nach Steuern von knapp fünf Milliarden Euro das beste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt. Dies entsprach einer Verdoppelung des Überschusses im Vergleich zum Jahr davor. Entscheidend beigetragen zu diesem Spitzenresultat hatte jedoch auch der außerordentliche Ertrag in Höhe von rund zwei Milliarden Euro aus dem Verkauf von Anteilen am Münchner Versicherungsriesen Allianz. Der Bankvorstand beschloss, die Dividende von 1,15 auf 1,30 Euro anzuheben.

