Donnerstag, 29. März 2001

Anstieg bei Ausrüstungsinvestitionen

Nach vorläufigen Berechnungen des Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung expandierte die gesamtwirtschaftliche Produktion im vierten Quartal 2000 um 2,6 Prozent. Für das gesamte Jahr ergibt sich damit ein reales Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent. Die Ergebnisse für das dritte Quartal wurden von +1,9 Prozent auf plus 2,3 Prozent revidiert.

Nachdem die Expansion der österreichischen Wirtschaft im dritte Quartal 2000 mit 2,3 Prozent im Vorjahresvergleich deutlich schwächer gewesen war als im ersten Halbjahr, beschleunigte sie sich im vierte Quartal wieder. Das saisonbereinigte Wachstum des BIP hat sich seit Jahresanfang - mit Ausnahme des III. Quartals - verlangsamt.

Mehr Ausrüstungsinvestitionen
In erheblichem Maß trugen die Ausrüstungsinvestitionen zur Expansion bei: Nach einem Rückgang im dritten Quartal überstiegen sie das Vorjahresniveau zum Jahresende um fast 5 Prozent. Angesichts der Abschaffung des Investitionsfreibetrags mit 1. Jänner 2001 wurden Anschaffungen von Maschinen und Fahrzeugen in das vierte Quartal vorgezogen. Davon profitierte auch der Großhandel, er verbuchte vor allem in dieser Warengruppe eine kräftige Umsatzsteigerung. Anhaltend schwach war hingegen das Wachstum der Bauinvestitionen (Jahresdurchschnitt +1,2 Prozent) - vor allem wegen des Ausfalls der Nachfrage nach Wohnbauinvestitionen, die mit Ausnahme des ersten Quartals (witterungsbedingt +10,5 Prozent) unter den Vorjahreswerten blieben. Etwas besser entwickelten sich die Nichtwohnbauinvestitionen, die reale Steigerung betrug hier im Jahr 2000 1,6 Prozent; dabei kompensierte die Dynamik des Wirtschaftsbaus die Schwäche im Tiefbau.

Die privaten Haushalte weiteten ihren Konsum real um 2,6 Prozent aus, um 1 Prozentpunkt stärker als im Vorquartal. Die Nachfrage aus dem Ausland nahm gegen Jahresende hin merklich ab. Der Export im weiteren Sinn stieg im vierten Quartal real um 5,4 Prozent; im ersten Halbjahr war das Wachstum noch bei 13,5 Prozent gelegen. Die Dynamik der Warenausfuhr verflachte, und auch die Reiseverkehrsexporte nahmen langsamer zu.

29.3.2001 11:40