Donnerstag, 29. März 2001

Wegen Unrentabilität des europäischen Geschäftes

Der britische Einzelhandelskonzern Marks & Spencer will nach eigenen Angaben alle europäischen Filialen außerhalb Großbritanniens bis Ende 2001 schließen. Der Konzern wolle sich auf das Kerngeschäft konzentrieren, teilte das Unternehmen am Donnerstag zur Begründung für den Schritt mit. Es sei nicht gelungen, die Rentabilität des europäischen Geschäftes wiederherzustellen.

Im Geschäftsjahr 2000 habe der Konzern in Deutschland rund 94 Millionen DM Verlust bei einem Umsatz von rund 66 Millionen DM gemacht.

Die Filialen in Köln und Frankfurt sowie in Hamburg und Oberhausen sollen den Angaben zufolge bis Ende 2001 geschlossen werden. "Der Zeitpunkt hängt auch von den Gesprächen mit den Mitarbeitern ab", sagte eine Konzernsprecherin. Marks & Spencer hatte bereits im Juli 1999 vier deutsche Standorte in Essen, Dortmund, Wuppertal und Frankfurt-Nordwest schließen müssen. Der Konzern beschäftigt eigenen Angaben zufolge 250 Mitarbeiter in Deutschland.

Insgesamt setzte die Marks & Spencer-Gruppe den Angaben zufolge im Geschäftsjahr 1999/2000 8,2 Milliarden Pfund (rund 26 Milliarden DM) um. Der Gewinn vor Steuern und außergewöhnlichen Anwendungen hatte 557,2 Millionen Pfund betragen.

29.3.2001 10:45