Mittwoch, 28. März 2001

Großtankstelle Shell vor Einstieg bei Dea

In der Mineralöl-Branche steht offenbar eine Großfusion an. Der Shell-Konzern will die RWE-Tochter Dea übernehmen.

Das Geschäft werde möglicherweise schon am Mittwoch bekannt gegeben, berichteten die Zeitungen "Handelsblatt" und "Die Welt" am Dienstag vorab. Sprecher von RWE und der Tochter RWE Dea wollten die Berichte nicht kommentieren. Man nehme zu Gerüchten grundsätzlich nicht Stellung, hieß es.
Durch den Zusammenschluss würde die mit rund 3100 Stationen größte Tankstellen-Kette in Deutschland entstehen.

Während "Die Welt" berichtete, die britisch-niederländische Shell wolle Dea übernehmen, hieß es im "Handelsblatt", die beiden würden fusionieren. Beide berufen sich auf Branchenkreise. Neben dem Tankstellengeschäft will Shell der "Welt" zufolge wahrscheinlich auch das Raffineriegeschäft der RWE-Tochter übernehmen.

Die RWE-Aktien notierten nach Bekanntwerden der Berichte unverändert rund ein Prozent fester.

Gerüchte um eine Abtrennung der RWE Dea vom RWE-Konzern kursieren bereits seit längerem. Im vergangenen Herbst war wochenlang spekuliert worden, die Tankstellen gingen eine Kooperation mit BP ein. RWE Dea gehört bei RWE erklärtermaßen nicht mehr zum Kerngeschäft des Konzerns. Shell und Dea hatten bereits im vergangenen November Gespräche bestätigt.

28.3.2001 10:27