Montag, 26. März 2001

0,8927 Dollar im Referenz-Kursverfahren

Der Euro hat am Montag von Spekulationen über eine Leitzinssenkung in der Euro-Zone und der Yen-Schwäche profitiert. Im Referenz-Kursverfahren öffentlicher Banken wurde der Euro mit 0,8927 (0,8942) Dollar festgestellt. Ein Dollar kostete damit 2,1909 (2,1872) DM. Zum Yen wurde der Euro mit 109,88 (109,95) Yen ermittelt.

Händlern zufolge hoffen die Investoren, dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) bald den Notenbanken der USA und anderer Länder anschließt, und ihre Leitzinsen reduziert. Das könne eine Stärkung des Wirtschafts-Wachstums in Europa einleiten.

"Eine eher frühere als spätere Zinssenkung würde den Euro unterstützen", sagte ein Händler. Unterdessen sei der Yen erneut unter Verkaufsdruck geraten, hieß es im Handel. Lediglich der festere Tokioter Aktienmarkt habe die Währung etwas gestützt.

Auf Äusserungen von EZB-Direktoriumsmitglied Eugenio Domingo Solans, wonach der Inflationsdruck in der Euro-Zone abnimmt, reagierte der Kurs des Euro nicht.

Händler verwiesen auf die Tatsache, dass die EZB mittlerweile die einzige der führenden Notenbanken ist, die in diesem Jahr noch nicht ihre Zinsen gesenkt hat, um der konjunkturellen Abkühlung entgegenzuwirken. Die Aussicht einer Zinssenkung - möglicherweise bereits in dieser Woche - helfe dem Euro jetzt, verlorenen Boden wieder gutzumachen.

"Der Optimismus darüber, dass die EZB jetzt ihre Zinsen senken wird, hilft dem Euro jetzt, während ihre abwartende Haltung die Kursentwicklung zuvor untergraben hat", sagte Bobby Jasper, Händler bei der Fuji Bank in London. "Eine Zinssenkung würde das Wachstum in der Euro-Zone unterstützen", fügte er hinzu.

26.3.2001 20:17