Montag, 26. März 2001

Finanzminister bleibt bei 2 3/4 Prozent

Die deutsche Bundesregierung hält im Gegensatz zu Italien an ihrer Wachstumsprognose für das Jahr 2001 fest. "Eine Korrektur ist nicht in Sicht", sagte ein Sprecher des deutschen Finanzministeriums am Montag auf Anfrage.

Es bleibe bei der bisherige Prognose eines deutschen Wirtschaftswachstums von rund 2 3/4 Prozent, die nach früheren Angaben von Finanzminister Hans Eichel eine Bandbreite von gut 2,6 bis knapp 2,9 Prozent abdeckt.

Prognose-Kürzungen in Italien und Frankreich
Italien hatte am Wochenende angekündigt seine Wachstumsprognose leicht auf 2,6 bis 2,7 Prozent nach bisher 2,9 Prozent zu senken.

Auch in Frankreich erwarten Experten, dass die Regierung ihre Schätzung für das Wirtschaftswachstum 2001 von derzeit 3,3 Prozent auf etwa 2,9 Prozent zurücknimmt. Frankreichs Finanzminister Laurent Fabius hatte schon mehrfach erklärt, das Wachstum seines Landes könnte im laufenden Jahr unter drei Prozent liegen.

Kein klarer Trend nach unten
Finanzminister Eichel hatte vor einigen Tagen in einem Interview erklärt, er sehe bei den Wachstumsaussichten in Deutschland ungeachtet verschiedener Risiken bisher keinen klaren Trend nach unten. Er hatte dafür plädiert, erst einmal die weitere Wirtschaftsentwicklung dieses Jahres abzuwarten.

26.3.2001 12:49