Dienstag, 27. März 2001

Teamkapitän spielt mit Spezialschuh

Ist Österreich ein sicherer Tipp?
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"Das Tor nach Japan": Beim Fußball-WM-Qualifikationsspiel im Wiener Ernst Happel-Stadion gegen Israel ist klar, worum es für Österreichs Auswahl geht. Auch Andreas Herzog und seine "Zehe der Nation" (Bild) werden alles geben. Anpfiff am Mittwochabend um 20:30 Uhr. Auf NEWS-Networld sind Sie live dabei.

Denn Israel geht mit einem Punkt Vorsprung auf das ÖFB-Team in das Duell um Platz zwei hinter dem klaren Favoriten Spanien. Die Israeli beginnen das daher schon vorentscheidende Match zwar mit neun Länderspiel- Auswärts-Niederlagen in Folge im Gepäck, aber immerhin mit dem 5:0 1999 von Tel Aviv und dem vorangegangenen Wiener 1:1 im Kopf. Mit einem Ergebnis wie damals 1998 wären sie schon recht zufrieden, blieben sie doch dann einen Punkt vor den Österreichern Zweite und hätten im Oktober als heimstarke Elf noch das Rückspiel in Tel Aviv im Talon.

Sieg ist Pflicht
Verständlich, dass im österreichischen Lager ein Sieg geradezu als unbedingte Notwendigkeit beschworen wird. "Wir können und müssen einfach gewinnen", lauten die einheitlichen Kommentare von Kapitän Andreas Herzog über Franz Wohlfahrt, Michael Baur, Didi Kühbauer, Ivica Vastic und Christian Mayrleb, auch wenn der Respekt vor dem Gegner unüberhörbar ist. Alle im 18-köpfigen Aufgebot sind sich der Bedeutung der Partie für die WM-Qualfikation auch voll bewusst.

Baric an die Fans: "Wir brauchen euch"
Otto Baric bringt es auf den Punkt, wenn er in fast leidenschaftlicher Weise feststellt: "Wir glauben und hoffen, sind maximal ernst und brauchen natürlich auch etwas Glück." Enttäuscht ist der Teamchef nur über das bisher relativ schwache Zuschauerinteresse und verweist auf die Vorstellungen beim bisher letzten Heimspiel mit dem 1:1 gegen Spanien und nun am Samstag in Bosnien. "Ich appelliere an die Fans, kommt und helft uns, wir brauchen euch", so Baric, der seine Akteure im Training und außerhalb in gewohnt temperamentvoller Weise in vielen Gesprächen auf das Match heiß machte.

Herzog spielt mit Spezialschuh
Im Montagtraining, dem einzigen wirklich harten in diesen Tagen, konnten sich einige Offensivspieler für die Startaufstellung qualifizieren. Im Kampf eins gegen eins hinterließ Ivica Vastic im Dribbling mit anschließendem Torschuss den besten Eindruck. Mayrleb, Haas, Kocijan, Kitzbichler kämpften ebenfalls um ein "Leiberl". Der Teamchef wollte jedoch die Sieger und damit die Aufstellung nicht nennen. "Die Betroffenen werden es noch am Dienstag erfahren, die Öffentlichkeit erst am Matchtag", so Baric, der sicher auf den nur leicht trainierenden Andreas Herzog (sein Spezialschuh wurde fertiggestellt) und wahrscheinlich auch auf Günther Neukirchner (trainierte voll mit, spürte aber seine Knöchelblessur noch ein wenig) zurückgreifen kann.

Ein Unentschieden ist zu wenig
Wie auch immer und wer auch immer spielt. "Wir haben eine Mannschaft, die nicht leicht verliert, im Stande ist, gegen wen und wo auch immer Paroli zu bieten", behauptete Baric. Nicht verlieren wird am Mittwoch aber zu wenig sein.

Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen rund um das Match
Die Sicherheitsvorkehrungen für das Fußball-WM-Qualifikationsspiel Österreich gegen Israel am Mittwochabend im Wiener Ernst Happel-Stadion wurden im Vergleich zu einem "normalen" Länderspiel entsprechend verstärkt, sind aber nach außen hin kaum sichtbar. Das Praterstadion ist schon zwei Tage vor dem Match geschlossen worden, der Zutritt (beispielsweise zum Training) nur mittels Ausweis bzw. Akkreditierung möglich. Die Kontrollen für die Zuschauer am Matchtag werden verstärkt, insgesamt 800 zusätzliche Polizisten eingesetzt.

27.3.2001 19:13