Donnerstag, 29. März 2001

Das geschieht beim Klonen

Was Wissenschafter in diversen Geheim-Labors bereits an künstlichen Kreaturen geschaffen haben, weiß keiner. Aber Klonen ist möglich - das weiß die Welt seit dem Schaf "Dolly". Es sind nur zwei Dinge, die Experten benötigen, um einen künstlichen Zwilling zu schaffen....

Für das Klonen sind eine entkernte Zelle eines Spenders sowie das Erbgut einer Körperzelle des "Originals" nötig, das vervielfältigt werden soll. Dieses Erbgut wird als Ersatz in jene Einzelle eingebracht. Daraufhin startet die Embryonal-Entwicklung. Ab nun gibt es zwei Möglichkeiten, die Technik anzuwenden: das therapeutische und das reproduktive Klonen.

Für die Reproduktion wird der geklonte Embryo in die Gebärmutter einer Leihmutter implantiert, die den "Klon" dann austrägt. Das war beispielsweise beim Schaf "Dolly" der Fall - und das ist im Prinzip auch die Technik, die nun in den USA angewendet werden soll. Auf diese Weise wird es ermöglicht, "Kopien" von ganzen Lebewesen zu erstellen. Eine Unzahl schwerer ethischer Vorbehalte dagegen existiert ebenso wie "technische" Schwierigkeiten, vor allem die Tatsache, dass "Klone" bisher kurzlebig sind und große Gesundheitsprobleme haben.

Beim therapeutischen Klonen geht es um die "Nachzüchtung" von Zellen bzw. ganzen Organen für medizinische Zwecke. Hierbei werden embryonale Stammzellen in Kulturschalen zum Heranwachsen und durch Betätigung bestimmter zellulärer "Schalter" zur Ausdifferenzierung in bestimmte Körperzellen, z.B. Leberzellen, gebracht. Die Vorbehalte gegen diese Technik sind deutlich geringer, weil sich die Klonierung hier bloß im Labor auf "Zellniveau" abspielt und weil es dabei ausdrücklich um die Entwicklung neuer therapeutischer Möglichkeiten geht.

29.3.2001 14:24