Keine Einigung der Umweltminister Amerikas

Die USA geraten wegen ihrer Ablehnung des Klimaschutzprotokolls von Kyoto international immer stärker unter Druck. Auf der Konferenz von 34 Umweltministern Nord-, Mittel- und Südamerikas in Montreal scheiterte eine gemeinsame Erklärung zum Klimaschutz am Freitag am Widerstand der USA.
Stattdessen nahmen 26 lateinamerikanische und karibische Staaten eine Erklärung an, in der die Umsetzung des Kyoto-Protokolls als eines der wichtigsten Ziele genannt wird.
In der Erklärung werden die größten Verursacher von Treibhausgasen aufgefordert, ihre Emissionen zu reduzieren. Die Leiterin der US-Umweltbehörde, Christine Whitman, hatte die Konferenz bereits vorzeitig am Donnerstag verlassen.
Unterdessen warf der Weltkirchenrat den USA vor, ihre Abkehr von dem Kyoto-Protokoll bedeute einen Betrug an der Verantwortung für die Welt. Zuvor hatten bereits die EU und Japan die US-Haltung scharf kritisiert. Der französische Präsident Jacques Chirac nannte sie in Genf vor der UNO-Menschenrechtskommission beunruhigend und unannehmbar. Unterstützung erhielt Bush dagegen von dem mexikanischen Umweltminister Victor Lichtenberger. Dieser äußerte Verständnis für Washington. Man dürfe bei der Begrenzung der Emissionen nicht überstürzt vorgehen, sagte Lichtenberger.
