"Häupl kann jeden schlagen"

Bürgermeister Michael Häupl wäre "sicherlich ein außerordentlich geeigneter und guter" Kanzlerkandidat der SPÖ. "Das ist überhaupt keine Frage", erklärt Alt-Bürgermeister Helmut Zilk in der neuesten Ausgabe von "Format". Zilk: "Der Häupl ist jedenfalls gut dafür, jeden politischen Gegner herauszuforden und zu schlagen.
Das hat er ja schon bewiesen. Er ist ein verbal, geistig und inhaltlich hervorragender Mann, dem es gelingt, jeden zu schlagen - und so hat er eben auch den Haider geschlagen, zweifellos".
Was die Nationalratswahl betrifft, hält Zilk eine Trennung zwischen SPÖ-Vorsitz und Spitzenkandidatur "nicht für sinnvoll". Die Trennung dieser beiden Ämter habe sich in der Parteigeschichte nicht bewährt. "Der Bundeskanzler muss auch Parteivorsitzender sein".
Allerdings müsse ein "Bundeskanzler, der gleichzeitig Parteivorsitzender ist, ein hervorragend funktionierendes Generalsekretariat haben". Das Geheimnis des Erfolgs von Bruno Kreisky sei die Tatsache gewesen, dass er den "genialischen Karl Blecha als Zentralsekretär hinter sich hatte". Ob dies jetzt fehlt? - Zilk dazu: "Das habe ich damit nicht gesagt".
Was die Situation in Wien nach dem Wahlsieg der SPÖ betrifft, gibt Zilk zu bedenken, dass sich in der Vergangenheit die Achse Häupl-Nettig "sehr gut bewährt" habe.
