Spanien: Urlauber zittern vor Bomben

Die Oster-Reisezeit beginnt in wenigen Tagen, die Vorfreude auf einen erholsamen Spanienurlaub wurde aber heute durch die Ankündigung der baskische Untergrundorganisation ETA beträchtlich geschmälert. Die ETA hat nämlich mit neuen Anschlägen auf spanische Touristengebiete gedroht. Hoteliers fürchten nun leere Betten - und leere Strände.
Bleiben die Urlauber aus, so trifft diese Ebbe Spaniens Wirtschaftnerv empfindlich. Es drohen Milliarden-Verluste! Und das wissen auch die Die ETA-Mitglieder. In einer Erklärung in den Freitagausgaben der Zeitungen "Gara" und "Euskaldunon Egunkaria" warnten die Terroristen Besucher aus dem Ausland vor Urlaub in Spanien. Zugleich bekannte sich die Terrororganisation nach Rundfunkberichten zu 15 Anschlägen, bei denen seit Jänner sechs Menschen getötet wurden.
Das Bombenattentat, bei dem am 22. Februar bei San Sebastian zwei Elektriker ums Leben gekommen waren, bezeichnete die ETA in der Erklärung als "großen Fehler". Der in einem Auto versteckte Sprengsatz hatte einem sozialistischen Stadtrat gegolten. Er überlebte leicht verletzt.
Vor zwei Wochen hatte die ETA zwei 50-Kilo-Autobomben vor Urlauberhotels an der spanischen Mittelmeerküste gelegt. Bei der Detonation eines der Sprengsätze im Badeort Rosas an der Costa Brava war ein Polizist getötet worden. Die zweite Bombe in Gandia bei Valencia wurde von der Polizei kontrolliert zur Explosion gebracht. An beiden Hotels entstand schwerer Sachschaden.
