Schröder mit Bush über Klimaschutz uneinig

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht sich in weitgehender Übereinstimmung mit US-Präsident George W. Bush.
Schröder sagte am Donnerstag nach seinem Treffen mit Bush in Washington, er stimme mit diesem in praktisch allem überein, mit Ausnahme des Klimaschutzabkommens von Kyoto. Das US-Präsidialamt hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass Bush das Abkommen nicht unterstütze. Schröder hatte Bush in der vergangenen Woche in einem Brief aufgefordert, das Klimaabkommen einzuhalten.
Bush hatte vor dem Treffen mit Schröder gesagt, die USA wollten mit Deutschland und den anderen Verbündeten einen Plan erarbeiten, wie der Ausstoß der klimaverändernden Treibhausgase weltweit reduziert werden könne. Sie würden aber nicht Lösungen akzeptieren, die ihrer Wirtschaft und den Arbeitnehmern schadeten. In Kyoto hatten sich die Industriestaaten 1997 dazu verpflichtet, die Schadstoff-Emissionen bis 2010 weltweit um etwa fünf Prozent zu senken, gemessen am Stand von 1990. Treibhausgase wie Kohlendioxid werden für die Erwärmung des Erdklimas verantwortlich gemacht.
