Im Sinne des Übergeordneten

Frustrierte Gesichter nach der Wien-Wahl-Schlappe innerhalb der FPÖ. Ein Mann will trotzdem noch optimistisch in die Zukunft blicken - Hilmar Kabas im NEWS-Interview:
NEWS: Wie ist Ihre Stimmung?
Kabas: Uns freut der Verlust nicht, aber wir sind die zweitstärkste Partei mit dem drittbesten Wahlergebnis geblieben. Darauf kann man auch in Zukunft bauen.
NEWS: Mit Verlaub – ein Minus von 8 Prozent hätten Sie im Alleingang wohl auch zustande gebracht. Dazu hätten Sie wohl nicht abgelöst werden müssen.
Kabas: Mit dieser Frage können Sie mich nicht fangen. Helene Partik-Pablé war ausgezeichnet. Wir alle sind froh, dass sie sich zur Verfügung gestellt hat.
NEWS: Was lief schief mit ihr?
Kabas: Eine vehemente Hetzkampagne. Gezielt angepeilte Verunsicherung. Und ein gewisser Tribut dafür, dass die FPÖ in die Bundesregierung eingetreten ist und auf Kosten der eigenen Substanz, aber im Sinne des übergeordneten Ganzen einen völlig darniederliegenden Staatshaushalt sanieren muss. Das freut betroffene Bürger nicht.
NEWS: Jörg Haider hat Wähler mobilisiert – aber in Richtung SPÖ. Ein schwerer Fehler?
Kabas: Im Gegenteil. Jörg Haider ist es zu danken, dass er unser Wählerpotenzial noch gewaltig mobilisiert hat.
NEWS: Ohne ihn wäre es noch schlimmer gekommen?
Kabas: Medien haben uns schon bei 18 Prozent und noch niedriger gehandelt.
NEWS: 18 oder 20 Prozent – ist doch egal bei vorher 29!
Kabas: Na – wirklich nicht! Es lebe der kleine Unterschied!
NEWS: Sie bleiben Gemeinderat?
Kabas: Ja.
NEWS: Wie ist die Stimmung?
Kabas: Gefasst. Beim letzten Mal haben die Genossen verloren, diesmal waren es wir. Bei der nächsten Wahl sind wir wieder die Gewinner. Was soll’s.
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