MKS: SPEZIAL

·Die Folgen
Osterschinken um bis zu 50 % teurer
·Asien-Fleisch
Ist geschmuggeltes Fleisch die Ursache?
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Die Maul- und Klauenseuche breitet sich in Europa weiter aus. Die EU protestiert nun gegen den russischen Import-Stopp für Fleisch. Österreich ergreift schärfere Abwehrmaßnahmen: Mit Datum vom 26. März wurden die Bundesländer vom zuständigen Minister Herbert Haupt (F) per Erlass angewiesen, keinen Transport von Paarhufern aus EU-Ländern mehr in die Alpenrepublik zu genehmigen.
Damit sind alle Schlachttiertransporte aus EU-Mitgliedsländern nach Österreich blockiert. Umgesetzt wird die Maßnahme sowohl zentral als auch über die Amtstierärzte der Bezirkshauptmannschaften. Die Alpenrepublik folgte damit einem Beispiel Italiens.
Die internationale Situation
In den Niederlanden sind am Donnerstag weitere Fälle der Maul- und Klauenseuche (MKS) aufgetreten. Das Landwirtschafsministerium in Amsterdam bestätigte drei neue Infektionsherde in den Ortschaften Oosterwolde und Kootwijkerbroek. Damit stieg die Zahl der MKS-Fälle in den Niederlanden auf zehn. In Dänemark bestätigten sich drei Verdachtsfälle nach offiziellen Angaben nicht. Der britische Premierminister Tony Blair sagte in London, neben der Landwirtschaft leide auch die britische Tourismusbranche schwer unter der Seuche.
In Großbritannien grassiert die Klauenseuche seit über einem Monat, seitdem stieg die Zahl der Infektionsherde dort auf 694. In Irland wurde bisher ein Infektionsherd festgestellt, in Frankreich zwei. Die Seuche kann Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe befallen, für den Menschen ist sie ungefährlich.
EU protestiert gegen russischen Import-Stopp für Fleisch
Die Europäische Union hat am Donnerstag bei der russischen Regierung gegen das Importverbot für alle EU-Tierprodukte protestiert. Die seit Montag geltende Maßnahme sei "übertrieben und unangemessen", weil die gefürchtete Maul- und Klauenseuche (MKS) nur in vier EU-Staaten aufgetreten sei, sagte der Delegierte der EU-Kommission in Moskau, Richard Wright.
Er forderte, Russland solle den Importstopp überprüfen. Aus Angst vor MKS hatte Russland die Einfuhr aller Lebensmittel aus Fleisch, Fisch und Milch sowie von lebenden Tieren aus der EU und den baltischen Staaten verboten.
Salzburger Tiergarten legt Seuchenteppiche aus
Auch der Tiergarten Hellbrunn greift nun zu einer Reihe von Vorsichtsmaßnahmen, um sich vor der Maul- und Klauenseuche (MKS) zu schützen: Sowohl Fußgänger als auch Fahrzeuge können die Ein- und Ausgänge nur über einen Seuchenteppich frequentieren, der Streichelzoo wird für Besucher vorübergehend gesperrt, ebenso das Nashornhaus, wie der Zoo mitteilte.
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