Massengräber in Burundi entdeckt

Nach wochenlangen Gefechten zwischen Rebellen und der Regierung in dem zentralafrikanischen Land Burundi ist ein grausamer Fund zum Vorschein gekommen. In einem Vorort der Hauptstadt Bujumbura haben lokale Behörden Massengräber mit mehr als 200 Leichen entdeckt.
Die Leichen seien in dem Vorort Kinama gefunden worden, sagte ein Behördensprecher. Zuvor hätten Regierungstruppen Rebellen der Hutu-Volksgruppe aus der Gegend um Kinama vertrieben. Die Hutus hätten von dort aus die Hauptstadt angegriffen. Bei den meisten Leichen handele es sich um junge Männer, davon einige in Uniformen, aber auch Frauen und Kinder. Mehr als die Hälfte der geflüchteten 50.000 Einwohner sind inzwischen wieder nach Kinama zurückgekehrt. Die Behörden befürchteten nun den Ausbruch der Cholera.
Hutu-Rebellen kämpfen seit 1993 gegen die von der Volksgruppe der Tutsi dominierte Regierung. Etwa 200.000 Menschen kamen seitdem in den Auseinandersetzungen ums Leben.
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