Montag, 26. März 2001

Polizei stellt Waffen bei Fahrzeugkontrolle sicher

Bei einer Schießerei während einer Fahrzeugkontrolle in Tschetschenien sind nach russischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Das Moskauer Innenministerium teilte am Montag der Nachrichtenagentur Interfax mit, in Gudermes im Osten der abtrünnigen Kaukasusrepublik hätten sich am Sonntag drei Polizisten und zwei tschetschenische Insassen eines Autos gegenseitig erschossen.

Einer der beiden Pkw-Insassen zielte bei der Kontrolle mit einer Waffe auf die Beamten; sein Beifahrer habe versucht zu entkommen. Daraufhin hätten die Polizisten zurückgeschossen. Später habe die Polizei weitere Waffen in dem Auto gefunden und beschlagnahmt.

Am Wochenende hatte die Moskauer Regierung tschetschenische Rebellen für drei Bombenanschläge im Süden des Landes verantwortlich gemacht, bei denen insgesamt 24 Menschen getötet und mehr als 140 verletzt wurden. Die tschetschenische Führung wies eine Beteiligung an den Anschlägen zurück. Im August und September 1999 hatte eine Serie schwerer Bombenanschläge Russland erschüttert, bei denen fast 300 Menschen ums Leben kamen. Daraufhin waren russische Truppen erneut in die nach Unabhängigkeit strebende Kaukasusrepublik einmarschiert. Die Offensive wurde von der internationalen Gemeinschaft scharf kritisiert.

26.3.2001 09:00