Mittwoch, 28. März 2001

Die Suche nach Schlögl-Nachfolger geht weiter

Der Landesparteivorstand der niederösterreichischen SPÖ tritt Mittwoch Vormittag im Parlament in Wien zusammen: Es soll ein Nachfolger für Landesvorsitzenden Karl Schlögl vorgeschlagen werden. Auch das Amt des Landeshauptmann-Stellvertreters ist neu zu besetzen.

Das Rennen scheint offen, die Stimmung in der Partei gespalten: Die Namen, die in der Frage der Schlögl-Nachfolge ins Spiel gebracht wurden: Zweite Landtags-präsidentin Heidemaria Onodi, Landesgeschäftsführerin Karin Kadenbach, Klubobmann Ewald Sacher, Abg. Rudolf Parnigoni und Abg. Hannes Bauer, der frühere Landeshauptmann-stellvertereter, der im vergangenen Oktober für Schlögl seinen Sessel geräumt hatte und nun von der Jungen Generation (er soll "die Partei in den Griff kriegen") nominiert wurde.

Schlögl: "Politik ist kein Job auf Lebenszeit"
Karl Schlög (46) zieht sich aus der niederösterreichischen Landespolitik zurück: Der vormalige Innenminister gab am Montag seinen Rücktritt bekannt - sowohl als Landesvorsitzender der Sozialdemokraten als auch als Landeshauptmannstellvertreter. Er sehe seine Zukunft nicht in der Politik und habe seinen Entschluss den Parteigremien mitgeteilt, so Schlögl bei der Pressekonferenz. Bürgermeister von Purkersdorf werde er aber vorerst bleiben.

"Politik ist kein Job auf Lebenszeit." Dieser Überzeugung sei er, Karl Schlögl, immer gewesen. Der scheidende SP-NÖ-Chef wollte sich bereits zwei Mal aus der Politik zurückziehen: Das erste Mal als Innenminister nach der Causa Omofuma. Dann wegen der gescheiterten Regierungsverhandlungen. Schlögl räumte ein, "sehr gerne Innenminister" gewesen zu sein.

28.3.2001 10:39