Montag, 26. März 2001

MIR-SPEZIAL

Eine Weltraum-Ära ist nach 15 Jahren zu Ende: Die russische Raumstation Mir ist am Freitagmorgen, 23. März 2001, gegen 7.00 Uhr MEZ planmäßig abgestürzt.

Nach ihrem Eintritt in die Erdatmosphäre war ein Großteil der 137 Tonnen schweren Orbitalstation verglüht. Die verbliebenen Trümmer stürzten in den Stillen Ozean zwischen Neuseeland und Chile.

Die Mir hatte die Erde in mehr als 15 Jahren im All mehr als 90.000 Mal umrundet. Ihr Absturz war pünktlich um 1.32 Uhr MEZ mit dem ersten Bremsschub eingeleitet worden. Es folgte ein zweiter Bremsimpuls um 3.00 Uhr MEZ. Beide Bremsmanöver dauerten jeweils etwas über 20 Minuten.

Beim entscheidenden dritten Bremsimpuls um 6.07 Uhr MEZ arbeiteten die Triebwerke der Station und des angekoppelten Progress-Raumtransporters 20 Minuten lang mit voller Kraft und brannten aus. Damit ging die Mir in einen Segelflug über, der sie in einem hohen Bogen in den Süden des Pazifiks trug.

26.3.2001 10:46