Gehaltserhöhungen um 3,5 Prozent

Nach zweitägigen Verhandlungen haben sich die Gewerkschaft ver.di und die Deutsche Lufthansa am Samstagabend in Seligenstadt bei Frankfurt am Main auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 58.000 Beschäftigten geeinigt.
Danach werden die Löhne und Gehälter zum 1. April um 3,5 Prozent erhöht; die Laufzeit beträgt 14 Monate. Außerdem wurden in der vierten Verhandlungsrunde zwei Einmalzahlungen von je 250 Mark (127,8 Euro/1.759 S) und eine Ergebnisbeteiligung vereinbart, wie Gewerkschaftssprecher Andreas Heß mitteilte.
Das bedeute, dass nach der Hauptversammlung der Lufthansa-Aktionäre im Juni eine Sonderzahlung von 1.100 Mark erfolgen soll, die auch in Aktien gewährt werden kann. Hinzu kämen zehn Prozent der Monatsgrundvergütung, sagte der Tarifsekretär Luftfahrt von ver.di-ÖTV. Die Rahmenvereinbarung zur Fortgeltung aller Tarifvereinbarungen sei bis Ende 2002 verlängert worden. Dies sei ein hervorragendes Ergebnis, sagte Heß, und auch durch den Streik am Freitag zu Stande gekommen. Mit der Arbeitsniederlegung hatten rund 9.000 Lufthansa-Mitarbeiter am frühen Freitagmorgen den Flugverkehr auf fast allen großen deutschen Flughäfen massiv behindert.

