Samstag, 24. März 2001

Unterlassungsklage wird nächste Woche eingereicht

Die Vereinigung der amerikanische Musikindustrie (RIAA) hat eine weitere Klage gegen die Musik-Tauschbörse Napster angekündigt. Von der Internet-Plattform könnten immer noch geschützte Titel heruntergeladen werden, so die Begründung.

"Es ist klar, dass Napster sich nicht an das Gerichtsurteil hält, geschütztes Material von ihrer Seite zu nehmen", sagte ein Sprecher der RIAA. Nächste Woche werde der Verband eine Unterlassungsklage einreichen.

Nach Angaben von Firmen, die den Austausch im Internet beobachten, hat Napster die geschützten Titel auf der Webseite lediglich um die Hälfte reduziert. Die Tauschbörse selbst gab bekannt, sie habe seit dem 12. März mehr als 200.000 kommerzielle Songs herausgefiltert. Nach der einstweiligen Verfügung eines Berufungsgerichts in Kalifornien vom 6. März müsste Napster längst alle geschützten Titel herausgefiltert haben. Nach Angaben auf der Napster-Webseite vom Freitag stehen im Urheberrechts-Streit ab kommenden Dienstag bis zum 10. April fünf Gerichtstermine an.

Napster und die Musikindustrie werfen sich gegenseitig Verstöße gegen die einstweilige Verfügung vor. Der Musikindustrie zufolge bemüht sich Napster nicht ausreichend. Napster kritisiere hingegen, dass die Plattenindustrie keine kompletten Listen mit den zu löschenden Daten liefere.

24.3.2001 08:48