Studie: Firmen unterschätzen Gefahr

Viren und Würmer aus dem Internet verursachen bei Unternehmen mittlerweile Milliardenschäden. Nach einer Studie belief sich allein der durch Viren verursachte Schaden weltweit im vergangenen Jahr auf 17,1 Milliarden US-Dollar (270 Milliarden Schilling).
Die digitale Bedrohung im Netz durch Viren und Würmer wächst erschreckend. Die Folgen verursachen mittlerweile Milliardenschäden, wie die Unternehmensberatung Mummert + Partner am Freitag in Hamburg berichtete. Danach belief sich allein der durch Viren verursachte Schaden weltweit im vergangenen Jahr auf 17,1 Milliarden US-Dollar (270 Milliarden Schilling). Die deutsche Wirtschaft unterschätze zum Beispiel die Sicherheitsrisiken für ihre Netzwerke, warnten die Experten. Der Investitionsbedarf für EDV-Sicherheit betrage in Deutschland mehrere Milliarden Mark.
Neben Hackerattacken von außen seien es vor allem frustrierte Unternehmensmitarbeiter, die "ein zu wenig beachtetes Sicherheitsrisiko" bildeten, betonten Mummert + Partner. Zwei Drittel der Angriffe im Netz gingen auf das Konto der eigenen Beschäftigten. Der wirtschaftliche Schaden, der durch illegale Beschaffung und Manipulation von Daten jährlich entstehe, werde allein für Deutschland auf 20 Milliarden Mark geschätzt. Obwohl 81 Prozent der Unternehmen mit einem weiteren Anstieg der Kriminalität im IT-Bereich rechnen, bliebe die Alarmstimmung in den Führungsetagen bisher aus. Mangelnde Sicherheit beim Handel im Internet und sonstigen E-Business-Aktivitäten schreckten Kunden vom elektronischen Einkauf ab.

