Motorisierung nimmt weiter zu: 5,6 Mio. Kfz in Österreich

Zum Jahresanfang waren in Österreich 5.581.000 Kraftfahrzeuge zum Verkehr zugelassen - um etwa 110.000 (plus zwei Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Der Motorisierungsgrad (Anzahl der Pkw/Kombi pro 1.000 Einwohner) hat erstmals die "500er"-Grenze überschritten (506 pro 1.000). Frühger gab es die größte Fahrzeugdichte in Wien, jetzt ist Wien das Schlusslicht.
Wie die Statistik Austria am Donnerstag mitteilte, befinden sich darunter unter anderem fast 4,1 Millionen PKW/Kombi (plus 2,2 Prozent), 443.000 Zugmaschinen (plus 0,9 Prozent), 338.000 Mopeds (minus 2,4 Prozent), 327.000 Lkw (plus 2,5 Prozent) und 280.000 Motorräder (plus 6,2 Prozent) .
Unter den Pkw/Kombi ist der Anteil von Dieselfahrzeugen zuletzt von 33,7 auf 36,6 Prozent gestiegen. Bei den Neuzulassungen des Vorjahres entfielen bereits fast zwei Drittel auf Diesel-PKW, so dass im Gesamtbestand älteren Benzinfahrzeugen jüngere Pkw mit Dieselantrieb gegenüberstehen.
Laut Statistik Austria dominiert Volkswagen weiterhin den Pkw-Bestand in Österreich, ein Fünftel aller Fahrzeuge (19,9 Prozent) entfallen auf diese Marke. Opel erreicht mit 11,1 Prozent noch einen Marktanteil von mehr als 10 Prozent. Danach folgen Ford (8,1 Prozent), Mazda (6,1 Prozent), Renault (5,3 Prozent), Toyota (5,2 Prozent), Audi (4,9 Prozent), Mercedes (4,8 Prozent), Fiat (3,8 Prozent) und BMW (3,7 Prozent). Aufsteiger der vergangenen Jahre wie zum Beispiel Skoda ( 1,8 Prozent) sind noch nicht in der "Hitparade" der zehn wichtigsten Marken vertreten.
Beim Motorisierungsgrad (Pkw/Kombi pro 1.000 Einwohner) hat Österreich Ende 2000 mit einem Wert von 506 erstmals die "500er" Grenze überschritten. Nach Angaben der Statistik Austria liegt Österreich damit im europäischen Spitzenfeld, aber hinter Deutschland (533).
Regional gesehen sind österreichweit große Unterschiede auszumachen: So wies Wien Anfang der siebziger Jahre noch den höchsten Motorisierungsgrad unter allen österreichischen Bundesländern auf und liegt heute mit einem Wert von 398 am Ende der Rangordnung, Spitzenreiter ist Niederösterreich (560), wobei hier vor allem die Umlandbezirke von Wien zu nennen sind. In den übrigen Bundesländern lag der Motorisierungsgrad Ende 2000 im Burgenland bei 553, in Kärnten bei 554, in Oberösterreich bei 531, in Salzburg bei 479, in der Steiermark bei 543, in Tirol bei 494 und in Vorarlberg bei 481.

