Mittwoch, 21. März 2001

Kalifornien wieder von Stromabschaltungen betroffen

Die Energiekrise an der Westküste der USA hat sich weiter verschärft. Im US-Bundesstaat Kalifornien sind am zweiten Tag in Folge zeitweilige Stromabstellungen verordnet worden.

Betroffen sind hunderttausende Haushalte sowie Geschäfte und öffentliche Ämter. Bei den bisher größten Stromanschaltungen mussten am Montag etwa 1,3 Millionen Einwohner von San Diego bis San Francisco stundenweise ohne Strom auskommen.

Grund des jüngsten Engpasses in der Stromversorgung ist der frühe Gebrauch von Klimaanlagen wegen ungewöhnlich hoher Temperaturen in weiten Teilen Kaliforniens. Die ohnehin stark belasteten Energiereserven der Stromversorger konnten nicht mithalten. Der Leitungsnetzbetreiber Independent System Operator (ISO) hatte deshalb am Montag erstmals seit den Stromabschaltungen im Dezember und Januar wieder die Alarmstufe drei ausgerufen. Kalifornische Behörden appellierten an die Einwohner, alle unnötigen elektrischen Geräte abzuschalten.

Hintergrund der Stromengpässe ist die problematische Liberalisierung des Strommarktes in dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat. Zudem hatten die Elektrizitätsunternehmen seit Jahrzehnten keine neue Kraftwerke an das Stromnetz angeschlossen.

21.3.2001 10:42