13:15 im fünften Satz gegen belgischen Meister Kieldrecht

Der österreichische Volleyball-Meister Telekom Wien hat das Europacup-Finale im Top-Team-Cup der Damen verloren. Der belgische Meister Asterix Kieldrecht siegte mit 2:3 (16,-23,-23,22,-13).
Vor rund 800 Zuschauern in der Wiener Sporthalle Brigittenau vergab der Final-Four-Gastgeber damit die Chance, als erster ÖVV-Klub einen Europacup-Titel zu holen. Es war die erste Niederlage von Telekom Wien in diesem heuer erstmals ausgetragenen Bewerb.
Dabei begann die Truppe von Coach Wuqiang Pang ausgezeichnet, beherrschte den belgischen Meister im ersten Satz nach Belieben. Doch danach riss der Faden, wobei sich die beiden nächsten Durchgänge frappant ähnelten. Telekom geriet jeweils zur Satzmitte in Rückstand, verlor die Nerven und auch jeweils den Satz. Mit Kampf schaffte Telekom nochmals den Satzausgleich. Doch im fünften Satz war die Luft draußen, die Heimischen gingen kein einziges Mal in Führung. Zwei Matchbälle wurden noch abgewehrt, der dritte brachte aber die Entscheidung.
Klub-Präsident Gerald Bek Areschew suchte trotz der Niederlage Positives: "Wir haben mehr Punkte gemacht, nur leider zum falschen Zeitpunkt. Es war die erwartete Schlacht. Im ersten Satz haben wir fantastisches Volleyball gespielt, danach haben wir Nerven gezeigt. Ich kann den Mädchen aber keinen Vorwurf machen. Sie haben Moral bewiesen und können erhobenen Hauptes aus der Halle gehen." Coach Pang war kritischer: "Es war leider teilweise eine katastrophale Leistung. Besonders der Angriff, speziell im fünften Satz, hat nicht geklappt."
Die von etwa 70 Schlachtenbummlern begleiteten Belgierinnen feierten nach dem Matchball ausgelassen. Co-Trainer Roger Bouillart war dementsprechend euphorisch: "Dieser Sieg ist viel wert, weil Damen-Volleyball in Belgien keinen hohen Stellenwert hat. Wir waren das insgesamt dritte belgische Damen-Team in einem Final Four und das erste, das gewonnen hat."
