Freitag, 23. März 2001

Teamdirektor: "Wollen sechs Punkte"

1:2 gegen Spanien und 1:3 gegen Israel. Nach den ersten zwei Spielen steht Bosnien-Herzegowina in der Fußball-WM-Qualifikation mit leeren Händen da und am Samstag in Sarajewo gegen Österreich daher unter Erfolgszwang.

Gegen Herzog, Vastic und Co wollen die Barbarez, Varesanovic usw. Versäumtes nachholen. "Wir streben in den kommenden zwei Spielen das Maximum von sechs Punkten an", verkündete der bosnische Teamdirektor Ahmet Pasalic und verspricht damit der ÖFB-Truppe einen heißen Tanz.

Kampf um 2. Gruppenplatz noch lange nicht aufgegeben
Der aktuelle Tabellenvierte, der am 28. März in Liechtenstein antritt, hat den Kampf um den zweiten Platz in der Gruppe sieben hinter Favorit Spanien und damit den Aufstieg ins Playoff noch lange nicht aufgegeben. Ganz im Gegenteil, Miso Drago Smajlovic hat dafür alle verfügbaren Kräfte mobilisiert. Der Teamchef hat seine vier Schlüsselspieler Elvir Baljic, Elvir Bolic, Mirza Varesanovic und Hasan Salihamidzic, die nach einer nächtlichen Disco-Tour vor dem Isreal-Spiel intern gesperrt worden waren, pardoniert. Das Quartett hatte nur gegen Ungarn pausieren müssen.

Salihamidzic gegen Österreich gesperrt
Der "Bayer" Salihamidzic fällt nach seinem Auschluss gegen Israel freilich gegen die Österreicher aus. Er ist aber schon wieder in Liechtenstein spielberechtigt. Mit von der Partie ist nach einer Verletzung, die ihn gegen Ungarn zum Zuschauen gezwungen hatte, hingegen Verteidiger Misad Hibic von Atletico Madrid. In Sarajewo wird sich also eine ganz andere Mannschaft präsentieren als bei der dahe auch nur sehr bedingten Generalprobe, die Ende Februar bei Schneetreiben in Zenica gegen Ungarn ein 1:1 gebracht hat.

"Unsere Chancen stehen 70:30 für uns"
Apropos Testspiel. Den "österreichischen Ernstfall", das 0:1 in Rijeka gegen Kroatien, hat Smajlovic-Assistent Blaz Sliskovic gesehen und danach beruhigend in die Heimat gefunkt: "Die Chancen stehen 70:30 für uns". Im Lager des Gegners, den es als Nationalmannschaft erst seit 1995 gibt und der noch nie gegen Österreich gespielt hat, herrscht also große Zuversicht.

Kühbauer weiß, wie man spielen muss
Didi Kühbauer erwartet eine ganz schwierige Aufgabe. "Wir wissen wie wir spielen müssen, aber ich verrate es nicht", meint der "Wolfsburger" geheimnisvoll. Eines ist für den Burgenländer aber sicher: Österreich müsse sich in der Offensive steigern, dann werde auch ein gutes Resultat raus kommen.

Unsere Kreativ-Abteilung ist gefordert
Die rot-weiß-rote Kreativ- und Sturm-Abteilung ist daher gefordert. Und diese wird einem Debütanten im bosnischen Gehäuse gegenüberstehen. Tomislav Piplica, wie auch der Austria-Stürmer Marko Topic ein gebürtiger Kroate, kommt zu seinem ersten Teameinsatz. "Seine Erfahrung, die er in der starken deutschen Bundesliga gesammelt hat, kann uns im Spiel gegen Österreich sehr hilfreich sein. Er ist ein erprobter Mann", sagt Smajlovic über den Keeper von Energie Cottbus.

23.3.2001 11:13