Schnelles Ende in sechs Minuten

Die Sprengung der alten Bergiselschanze am kommenden Sonntag ist fix. Dies teilte das Innsbrucker Rathaus am Donnerstag mit. Die genaue Uhrzeit soll in den nächsten Tagen fixiert werden. Am Bergisel entsteht in den nächsten Monaten ein neuer Sprungturm und ein neues Veranstaltungszentrum.
Der Turm soll in sechs Minuten kippen "wie eine Baum". Wetterverhältnisse und die Koordination mit der ÖBB und Autobahngendarmerie (wegen der Unterbrechung der Bahn und Umleitung des Autoverkehrs) müssen vor Fixierung der Uhrzeit berücksichtigt werden.
Die Sprengung wird von der Schuster Spreng Technik Ges.m.b.H. durchgeführt. Als Auftakt wird der Spezialist für Stahlbetonsprengungen den Anlauf "absprengen". Anschließend wird die zweite Zündschnur gezündet und der Turm in die Schuttspur des gesprengten Anlaufs "gekippt". Mit der Sprengtechnik "wenig Sprengstoff in vielen Bohrlöchern" soll der Turm "gefällt werden wie ein Baum".
Strenge Sicherheits-Maßnahmen
Für die Sicherheit werden strenge Maßnahmen gesetzt. Ein innerer (40 Meter) und äußerer Sicherheitskreis (100 Meter) werden festgelegt. Während der Sprengung darf kein Zug fahren, der Autobahnverkehr wird umgeleitet, Autobusse dürfen nicht auf den Bergisel fahren und der Bergisel Rundwanderweg wird gesperrt. Auch die Lärmbegrenzung von 120 db (außerhalb des 100 Meter Sicherheitskreises) wird nach Meinung von Sprengmeister Franz Schuster "viel unterschritten". Als weitere Sicherheitsmaßnahme werden in den Tunnel und beim nächst gelegenen Haus Messdosen aufgestellt, um die Schwingungen zu messen.
