Donnerstag, 22. März 2001

Gil y Gil macht Europacup-Schiedsrichtern Geschenke

Einmal mehr sorgt Atletico Madrid-Präsident Jesus Gil y Gil für Schlagzeilen. Gil hat eingeräumt, den Schiedsrichtern bei Fußball-Europacupspielen Geschenke gemacht zu haben.

Die Unparteiischen hätten sich auf Vereinskosten Damenunterwäsche, Parfüms, Modeartikel oder Küchengeräte kaufen können, sagte der Klubchef bei einer Vernehmung vor dem Nationalen Gerichtshof in Madrid. "Solche Geschenke waren nicht meine Erfindung. Sie gehörten bei Europacupspielen zur Norm. Das war ein ungeschriebenes Gesetz."

Gil wurde von den Richtern danach befragt, weshalb Atletico 3,52 Millionen Schilling (255.646 Euro) für Gegenstände ausgab, die mit Fußball nichts zu tun hatten. "Dies waren normale Repräsentationskosten", sagte der Klubchef nach Presseberichten vom Donnerstag. "Mal kam ein tschechischer Schiedsrichter und sagte, in seinem Land gebe es keine Reizwäsche zu kaufen. Da wollte man doch nicht kleinlich sein." Gil muss sich vor dem Gericht wegen des Vorwurfs der Veruntreuung von insgesamt 774 Millionen Schilling (56,2 Mill. Euro) aus der Vereinskasse verantworten.

22.3.2001 15:05