Stranzl legte Pause ein

Otto Baric im NEWS-Interview:
"Wir spielen überall auf Sieg"
Bei Schneetreiben und tiefen Temperaturen setzte Österreichs 19-köpfiger Teamkader am Mittwoch Vormittag seinen Countdown für das samstägige Fußball-WM-Quali-Spiel in Bosnien-Herzegowina fort. ÖFB-Teamchef Otto Baric ließ dabei rund eine Stunde auf dem Trainingsgelände des Wiener Happel-Stadions intensiv Standard-Situationen üben.
"Ich weiß zwar schon, wer auf welche Position passt, aber wir haben die Rollen ein bisschen anders verteilt und werden das auch nochmals trainieren", sagte der Kroate.
"Solche Situationen entscheiden in der Offensive wie in der Defensive oft ein Spiel, wir müssen dafür gewappnet sein. Es wird viel darauf ankommen, wie wir von hinten heraus spielen", meinte Abwehrchef Michael Baur und auch Torhüter Franz Wohlfahrt, der sich nach dem Trainer wegen einer leichten Verhärtung im Oberschenkel behandeln ließ, pflichtete seinem Libero bei. Standards könne man nicht genug üben, sie seien auch für einen Keeper irrsinig wichtig. "Eine kurze mentale Abwesenheit oder oft nur ein paar Zentimeter können entscheidend sein", fügte der Austria-Torhüter hinzu.
Warnung vor Barbarez
Baric warnte seine Schützlinge vor allem vor Akrapovic, Hujdurovic, Baljic, Barbarez, die mit dem Kopf sehr stark seien. Besonders strich er dabei noch Barbarez, der für den Hamburger SV schon 17 Treffer erzielt hat und in der deutschen Bundesliga die Schützenliste anführt, hervor. Der Star hat Wohlfahrt zwar in dessen Zeit beim VfB Stuttgart nie bezwungen, aber der Kärntner lobt ihn: "Seine Ausbeute ist beachtlich, das habe ich nicht erwartet. Der Wechsel von Borussia Dortmund zum Hamburger SV hat ihm sehr gut getan."
Stranzl musste Zehennagel entfernen lassen
Baric glaubt, dass er trotz der Ausfälle von Hatz und Schießwald in der Abwehr mehr Alternativen besitzt als Bosnien. Dass Martin Stranzl am Mittwoch Vormittag nicht trainierte, bereitete ihm auch keine Sorgen. Der Samstag-Einsatz des "Löwen", der sich einen eingewachsenen Zehennagel hatte entfernen lassen müssen, steht nicht in Frage. Baric erwartet, dass Konjic, der nicht ganz fit sein soll, wahrscheinlich nicht spielen und Austria-Libero Varesanovic auf der rechten Mittelfeldseite aufgeboten wird.
Salihamidzic muss pausieren
Froh ist der ÖFB-Teamchef, dass der Bayern-Legionär Hasan Salihamidzic wegen seiner Gelb-Sperre gegen Österreich pausieren muss. "Dass ist uns nicht unangenehm, weil er ein echter Krieger, ein Siegertyp und ungeheuer schnell ist". Offensive und Stardard-Situationen sind freilich auch von Österreich in Sarajewo gefragt. Für die "ruhenden Bälle" in Bosniens Tornähe verlässt sich Baric auf Herzog, Vastic, Kühbauer oder Flögel. "Wir haben auch dafür drei, vier Varianten geübt", sagt der Teamchef.
