Regierung soll Einmischungen unterlassen

Die griechische Regierung hat die Drohungen des Fußball-Weltverbandes FIFA zurückgewiesen, griechische Fußballmannschaften von allen internationalen Aktivitäten auszuschließen. "Wir verhandeln nicht und ändern nicht Gesetze des Landes, die vom Parlament genehmigt und verabschiedet worden sind", so Sport-Vizeminister Giorgos Floridis.
Die FIFA hatte dem griechischen Verband (EPO) wenige Stunden zuvor mit dem Ausschluss von allen internationalen Aktivitäten gedroht, sollte die Regierung in Athen ihre fortwährende Einmischung in die Angelegenheiten des griechischen Verbandes nicht bis zum 30. März beenden. Dies betreffe unter anderem das Einmischen in organisatorische Fragen, das Training und Schiedsrichterwesen, die Disziplinar- und Revisionskommission sowie die Personalpolitik des Verbandes.
"Machenschaften führen Fußball in die Katastrophe"
Hintergrund des Problems ist ein Streit zwischen Floridis und Viktor Mitropoulos, dem Präsidenten der griechischen Berufsliga (EPAE) und Vizepräsidenten des Fußballverbandes (EPO). Ihm wirft der Vizeminister vor, durch seine Machenschaften den griechischen Fußball "zur Katastrophe zu führen". Gegen Mitropoulos läuft ein Gerichtsverfahren wegen Unterschlagung von umgerechnet 1,94 Millionen Schilling (141.117 Euro) während seiner Amtszeit als Präsident des kleinen Athener Vereins Egaleo von 1989 bis 1993.
