Montag, 19. März 2001

Glatter Dreisatzerfolg über ewigen Rivalen

In der Form seines Lebens hat Andre Agassi am Sonntag selbst den Rekord-Grand-Slam-Gewinner an die Wand gespielt. Mit einer eindrucksvollen Demonstration seiner Tennis-Künste gewann der US-Amerikaner am Sonntag im 13. Versuch zum ersten Mal das Masters-Series-Turnier von Indian Wells.

Im finalen "Duell der Giganten" besiegte der kahlköpfige Sunny-Boy aus Las Vegas seinen Landsmann Pete Sampras unerwartet deutlich nach 2:11 Stunden mit 7:6 (7/5),7:5,6:1 und verbuchte damit seinen 47. Karriere-Titel.

"Ich fühle mich als Athlet besser denn je. Ich bin stärker, fitter, bewege mich besser. Ich habe mehr Optionen", sagte der Australian-Open- Gewinner zu seiner faszinierenden Souveränität, mit der er in der zurückliegenden Woche imponiert hat.

Sampras - Ein sympathischer Verlierer
Sampras, der sich als sympathischer Verlierer erwies, konnte den Feststellungen seines Dauerrivalen nur zustimmen. "Andre ist in einer grandiosen Verfassung. Er spielt auf einem noch höheren Niveau, als vor ein paar Jahren, als er schon einmal die Nummer eins in der Welt war", anerkannte der in Los Angeles lebende Profi, der seit seinem 13. Grand Slam-Sieg vor acht Monaten in Wimbledon kein Turnier mehr gewonnen hat. "Ich fühle mich inzwischen wie Tiger Woods, der auch viele Wochen sieglos war", meinte Sampras, der ankündigte, auch in Hamburg und Düsseldorf spielen zu wollen.

Mit Agassi stand er schon 1995 in Indian Wells im Finale. Damals hatte sich der 15 Monate jüngere Superstar in drei Sätzen behauptet. Sampras führt auch noch die Sieg-Statistik ihrer bisherigen 30 Vergleiche mit 17:13 an. Ein Duell, das es schon seit zwölf Jahren (1989 in Rom: 6:2,6:1 für Agassi) gibt.

Siegerscheck von 6,15 Mio. Schilling
Nach dem Matchball hatte sich Agassi strahlend in alle Richtungen vor den 12.000 begeisterten Zuschauern verneigt und ihnen ungezählte Kusshände zufliegen lassen. Als er anschließend die Kristall-Trophäe für den Champion und den Siegerscheck von 400.000 Dollar (6,15 Mio. S/447.077 Euro) überreicht bekam, dankte er allen möglichen Leuten, die ihm auf seinem Erfolgsweg behilflich waren. Seine Steffi, die in der Spielerloge emsig Beifall klatschte, erwähnte er jedoch mit keiner Silbe.

WTA-Weltrangliste (Stand: 19.3.2001)

1. (1.)
Martina Hingis (SUI)
6.013 Punkte
2. (2.)
Lindsay Davenport (USA)
4.558
3. (3.)
Venus Williams (USA)
4.381
4. (4.)
Monica Seles (USA)
3.425
5. (5.)
Jennifer Capriati (USA)
2.480
6. (6.)
Conchita Martinez (ESP)
2.341
7. (10)
Serena Williams (USA)
2.275
8. (8.)
Amanda Coetzer (RSA)
2.019
9. (9.)
Anna Kurnikowa (RUS)
2.008
10. (7.)
Mary Pierce (FRA)
1.862
11. (11)
Jelena Dementjewa (RUS)
1.845
12. (12)
Nathalie Tauziat (FRA)
1.811
13. (13)
Amelie Mauresmo (FRA)
1.742
14. (14)
Arantxa Sanchez-Vicario (ESP)
1.710
15. (15)
Anke Huber (GER)
1.679
16. (19)
Kim Clijsters (BEL)
1.623

weiter

22. ( 22)
Barbara Schett (AUT)
1.215
85. ( 90)
Sylvia Plischke (AUT)
401
130. (129)
Patricia Wartusch (AUT)
259
170. (165)
Marion Maruska (AUT)
159
180. (180)
Melanie Schnell (AUT)
146,5
196. (202)
Evelyn Fauth (AUT)
130,5


Weltranglisten - Herren

ATP-Champions-Race 2001 (Stand: 19.3.2001)

1.
Andre Agassi (USA)
325 Punkte
2.
Arnaud Clement (FRA)
169
3.
Jewgenij Kafelnikow (RUS)
167
4.
Sebastien Grosjean (FRA)
150
5.
Patrick Rafter (AUS)
128
6.
Lleyton Hewitt (AUS)
126
7.
Dominik Hrbaty (SVK)
119
8.
Nicolas Escude (FRA)
113
9.
Gustavo Kuerten (BRA)
112
10.
Roger Federer (SUI)
109

weiter

87.
Stefan Koubek (AUT)
18
106.
Markus Hipfl (AUT)
11

ATP-Entry-System

1.
Gustavo Kuerten (BRA)
4.465
2.
Marat Safin (RUS)
4.270
3.
Andre Agassi (AUT)
3.365
4.
Pete Sampras (USA)
3.305
5.
Jewgenij Kafelnikow (RUS)
2.675
6.
Magnus Norman (SWE)
2.635
7.
Lleyton Hewitt (AUS)
2.575
8.
Patrick Rafter (AUS)
2.075
9.
Tim Henman (GBR)
2.050
10.
Alex Corretja (ESP)
2.000

weiter

83.
Stefan Koubek (AUT)
470
116.
Markus Hipfl (AUT)
358
136.
Julian Knowle (AUT)
284
149.
Clemens Trimmel
267
180.
Werner Eschauer (AUT)
222
250.
Zbynek Mlynarik (AUT)
144

19.3.2001 14:45