Mittwoch, 21. März 2001

In NEWS beichtet der Bischof: "Ich war oft wütend"

Kompetente Kritik an der katholischen Kirche in Österreich. Von einem Mann, der es wissen muss: Bischof Johann Weber. Er war oft emotional hin- und hergerissen. Zwischen seiner Pflicht und dem gesunden Menschenverstand.

Über Kurt Krenn und seine Forderung, dass der Dialog für Österreich nicht weitergehen dürfe, meint Weber: "Ich war oft wütend und schüttelte den Kopf und dachte mir: Muss denn das sein?"

Weber fordert die Kirche auf, auch in aktuellen politischen Fragen wie zu Haiders Attacken gegen Ariel Muzicant deutlich Stellung zu beziehen. "Unser Stimmband versagt mitunter und das ist nicht richtig. Ich wünsche mir mehr Wagemut".

Es sei nicht Angelegenheit der Bischöfe, sich in Parteipolitik einzumischen, aber: "Die Kirche muss im besten Sinn des Wortes politisch sein. Wer sagt, wir sollen uns darum nicht kümmern, der irrt." Und Weber zum Kärntner Landeshauptmann selbst: "Ich glaube schon, dass er eine Grenze des Zumutbaren überschritten hat. Es gibt
eine Sprache, die sehr viel auslösen kann. Sehr vieles, das man dann nicht mehr unter Kontrolle bekommt."

Das ausführliche Interview lesen Sie im neuen NEWS.

21.3.2001 16:19