Dienstag, 20. März 2001

Bolena bestreitet Fahrerflucht vehement

Die Wiener LIF-Spizenkandidatin Alexandra Bolena soll, wie erst jetzt bekannt wurde, bei einem Autounfall drei Begrenzungspoller beschädigt haben. Die Gendarmerie wirft Bolena Fahrerflucht vor, weil aus ihrem Auto Öl ausgetreten sei und sie die Behörden nicht verständigt habe. Bolena bestreitet die Fahrerflucht vehement.

"Unter Fahrerflucht stelle ich mir etwas anderes vor", so Bolena. Tatsächlich sei sie am 13. Jänner um drei Uhr in der Früh mit ihrem Auto auf dem Rollsplit am Klosterneuburger Stadtplatz ins Rutschen gekommen und habe die Poller beschädigt. Einige Passanten hätten ihr geholfen, den Wagen zur Seite zu schieben. Auch ein Gendarmerie-Auto sei vorbeigefahren, die Beamten seien aber nicht stehen geblieben.

Für sie und auch für die anwesenden Zeugen sei klar gewesen, dass es sich um Sachbeschädigung gehandelt habe, betonte Bolena. Da die Gendarmen nicht angehalten hätten und sie unter Schock gestanden sei, habe sie sich von einem der Anwesenden nach Hause führen lassen. Gleich am nächsten Tag habe sie dann Selbstanzeige erstattet. Von dem Ölaustritt aus ihrem Auto habe sie nichts bemerkt. Bolena: "Da geht es um einen kleinen Citroen AX, da kann nicht viel austreten."

Nun habe sie eine Anzeige wegen Fahrerflucht zugestellt bekommen: "Es geht dabei um eine Verwaltungsübertretung wie beim falsch Parken, nicht um einen gerichtsanhängigen Tatbestand." Trotzdem sei sie "nicht bereit, 3.000 S für ein Delikt zu bezahlen, an dem ich nicht schuldig bin". Sie habe daher einen Anwalt beigezogen und die Anzeige beeinsprucht. Der Vorwurf der Fahrerflucht sei "lächerlich", so Bolena: "Es geht um einen Sachschaden, das ist jedem Autofahrer schon einmal passiert."

20.3.2001 19:03