Dienstag, 20. März 2001

US-Anwalt Fagan droht weiter mit Klagen

Bei seinem Besuch des südböhmischen AKWs wurden Fagan zwar Enblick in Anlage sowie Unterlagen gewährt, doch hat er laut eigenen Aussagen keine Dokumente erhalten, mit denen die Sicherheit Temelins verifizierbar wird. Deshalb sprach er erneut von Klagen.

Diesmal will er das Gericht wegen der Verheimlichung von Informationen bemühen, räumte jedoch eine Verlängerung der Herausgabefrist aller relevanten Unterlagen von 30 Tagen ein. Demnach ist der neue Termin der 19. April. An diesem Tag soll der Tschechische Energiekonzern (CEZ) alle von Fagan geforderten Dokumente vorlegen und eine Pressekonferenz zum Thema in Salzburg statt finden-

Fagan beteuerte, dass er nicht das Ziel habe, Temelin abzuschalten, sondern eine unabhängige Kontrolle und Überprüfung des AKW durchzuführen. Auch ist er zuversichtlich. die von ihm geforderten Dokumente zu bekommen: "Es ist ein Irrtum zu denken, dass es keine derartige Pflicht gibt. " Er werde die Papiere mit den Gerichten in den USA, Tschechien sowie der EU bekommen."

Siegessicher tritt er auch diesem Kampf entgegen:"Aber jedesmal in den letzten fünf Jahren, wenn die andere Seite gesagt hat, er hat keine Chance, hat sie verloren. " Nach der Schweiz, Deutschland und Österreich sei jetzt die Tschechische Republik an der Reihe.

Mittlerweile wurde jedoch von der Prager Staatlichen Behörde für atomare Sicherheit (SUJB) die Zustimmung zur Leistungserhöhung des ersten Reaktors auf 55% erteilt. Sind die Tests positiv, überlegt man eine weitere Steigerung auf 75%.

20.3.2001 18:23