Palästinenser erschießen Israeli

Überschattet von neuer Gewalt in den Palästinensergebieten hat Der israelische Regierungschef Ariel Sharon am Montag seinen Antrittsbesuch in den USA begonnen. Die Reise wird von neuen Anschlägen überschattet.
Die israelische Armee riegelte nach der Ermordung eines jüdischen Siedlers durch Palästinenser die Stadt Bethlehem und angrenzende Dörfer im Westjordanland vollständig ab. Israelische Soldaten gingen in El Ram nördlich von Jerusalem mit Tränengas gegen hunderte Palästinenser vor, die gegen die Armeeblockaden demonstrierten.
Bei seinem ersten Auslandsbesuch seit Amtsantritt will Sharon der Regierung von US-Präsident George W. Bush seine Haltung zum Nahost-Konflikt erläutern. Vor einer härteren Reaktion seines Landes auf die andauernde Welle der Gewalt will Sharon den Palästinensern zwar noch etwas Zeit einräumen. "Wir brauchen Geduld", betonte Sharon.
Bei seinen Treffen mit US-Außenminister Colin Powell, Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am Montag und mit Präsident George W. Bush am Dienstag wollte er jedoch für seine grundsätzlich harte Haltung im Friedensprozess werben.
Mit der Abriegelung von Bethlehem und angrenzenden Dörfern reagierte die Armee auf die Ermordung eines 59-jährigen jüdischen Siedlers, der in der Früh bei Bethlehem in seinem Auto von Kugeln getroffen wurde und mit einem Lastwagen zusammenprallte.
Die radikale Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) übernahm die Verantwortung für die Schüsse auf den Siedler. Die 1967 gegründete PFLP war während der seit September anhaltenden Unruhen bisher nicht in Erscheinung getreten. Sie lehnt jeglichen Frieden mit Israel ab.
Prozess um Gottfried Küssel14:36
Hitler-Gruß vor Gericht"Ich zeige es, ich werde bestraft": Anwalt eines Mitangeklagten liefert bizarre Show ab
