Montag, 19. März 2001

Frühlingsbeginn ist dieses Jahr am 20. März

Am 20. März beginnt heuer der astronomische Frühling ... und auch die Sommerzeit lässt dann nur mehr fünf Tage auf sich warten, um Langschläfer um eine Stunde zu "betrügen". Am kommenden Wochenende ist die Nacht um eine Stunde kürzer.

Die Astronomen orientieren sich an der Rotationsachse der Erde und am Stand der Sonne: Am 20. März um 14.31 Uhr Mitteleuropäischer Zeit beginnt der kalendarische Frühling. In diesem Augenblick schneidet die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn den Himmelsäquator. Zum Frühlingsanfang geht unser Zentralgestirn genau im Osten auf, steht mittags im Süden und geht exakt im Westen unter - Tag und Nacht sind gleich lang.

"Lenz" - das älteste deutsche Wort für Frühling
Das wohl älteste deutsche Wort für Frühling ist die Bezeichnung Lenz (vom althochdeutschen "lenzo"). Sie bedeutet soviel wie "die Zeit, in der lange Tage sind" oder "die Zeit, in der die Tage länger werden". Im heutigen Sprachgebrauch hat das Frühlingshafte seinen festen Platz: Frühlingserwachen, zweiter Frühling, Frühlingsgefühle.

Eine Stunde früher aufstehen
Gefühle ganz anderer Art bekommen Langschläfer, die am 25. März eine Stunde früher aus den Federn kriechen müssen. Woher der Begriff Frühjahrsmüdigkeit kommt, das weiß an diesem Sonntag ganz Österreich: Die Sommerzeit stiehlt uns um 2.00 Uhr eine ganze Stunde, indem die Zeiger auf 3.00 Uhr "springen". Doch kein Leid ohne Freude: Längeres Verweilen beim Heurigen wird abends mit einem zusätzlichen Stündchen Sonne belohnt.

Ein kleiner Tipp: Langes Aufbleiben ist nicht notwendig. Die Chronometer können schon vor dem Schlafengehen umgestellt werden. Oder man lässt sich von einer Funkuhr die Arbeit abnehmen. Pünktlichst wird das Zeitsignal aus der Nähe von Frankfurt die Zeiger wandern lassen. Möglich macht dies ein Langwellensender mit einer Mindestreichweite von 1.500 Kilometern, der Funkuhren auf den weltweit genauesten Chronometer abstimmt.

Sommerzeit seit 1973
Die Sommerzeit wurde 1973 im Zuge der Ölkrise eingeführt, um Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang. Heute würde die Grand Nation allerdings gerne wieder aus der EU-Reihe tanzen. Paris wünscht sich das ganze Jahr über die gleiche Zeit, weil es die große Mehrheit der Bevölkerung nach Umfragen so möchte.

EU-Richtlinie zur Sommerzeit
Doch erst im Jänner wurde die die Sommerzeitregelung vom EU-Parlament für die kommenden fünf Jahre fix festgelegt: Demnach beginnt sie in jedem Mitgliedsland am letzten Sonntag im März um 2.00 Uhr MEZ und endet am letzten Oktober-Sonntag um 3.00 Uhr MESZ.

2001: 25. März bis 28. Oktober
2002: 31. März bis 27. Oktober
2003: 30. März bis 26. Oktober
2004: 28. März bis 31. Oktober
2005: 27. März bis 30. Oktober
2006: 26. März bis 29. Oktober.

19.3.2001 14:23