Freitag, 16. März 2001

Ford vs. VW vs. Renault: Promis testen

Drei Gesellschaftsreporter testeten die neuen Stars von Ford, VW und Renault: Karin Schnegdar ("Krone"), Dieter Chmelar ("Seitenblicke") und Christiane Tauzher ("Kurier") stellen die drei Neuen auf die Probe.

Der "Seitenblicke"-Reporter Dieter Chmelar nimmt sich nicht nur auf dem glatten Society-Parkett kein Blatt vor den Mund. Auch als Autotester schießt er mit Bonmots scharf: "Der VW Passat ist für mich schon seit Jahren der Inbegriff für tolle Mittelklasse-Autos." Besonders die Neuauflage des Bestsellers hat es Chmelar angetan: "Viel Chrom, viel Platz und noch mehr Charme – da kommt praktisch keiner der Konkurrenten heran."

Angriff auf den Platzhirsch. Chmelars Kampfansage sitzt. Als hätte es die schärfste VW-Konkurrenz gehört, schicken jetzt auch Ford und Renault ihre Familienkutschen, den Mondeo und den Laguna, total runderneuert ins Rennen. Ford setzt dabei auf eine völlig neue Karosserieform, die dem Passat beinahe wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Renault hingegen peppte seinen Mittelklasse-Star zu einem spritzigen High-Tech-Gefährt auf. Der Franzose protzt mit elektronischen Helferleins, die man bislang höchstens zwei Klassen höher gefunden hat – etwa die "Keyless Drive"-Funktion, bei der eine Chipkarte den klassischen Autoschlüssel ersetzt.

Kurz und gut, die neuen Familienkutschen sind glamouröser als je zuvor. Grund genug, sie von den flottesten Society-Reportern des Landes ausgiebig testen zu lassen. Die Auto-Verteilung ergab sich dabei praktisch von alleine: ORF-Mann Dieter Chmelars Herz schlägt seit Jahren für den VW-Konzern. Klar, dass er den VW Passat 1,9 TDI mit 130 PS wählte. "Krone"-Partytigerin Karin Schnegdar entschied sich für den Ford Mondeo 2,0 TDdi Ghia mit 115 PS, "weil mich seine klare Designlinie sofort angesprochen hat". "Kurier"-Gesellschaftslady Christiane Tauzher wählte aus nostalgischen Gründen den Laguna 1,6 16 V mit 107 Benziner-PS. "So weit ich mich zurückerinnern kann, sind meine Eltern immer einen Renault gefahren."

Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Konkurrenten trafen sich samt Fahrern zum Concours d’Élégance in der Wiener City. Dieter Chmelar, gewohnt wortgewaltig, gefiel dabei vor allem die üppige Optik des Passat. "Er bietet mehr Chromapplikationen als seine Vorgänger, und auch die Klarglasscheinwerfer stehen ihm hervorragend." Nachsatz: "Und außerdem ist der Passat sowieso der Größte."

Da hat sich Chmelar allerdings getäuscht. Denn Ford hat seinen neuen Mondeo in alle Richtungen gestretcht. Ergebnis: der Längste und Breiteste im Test-Trio. Kein Wunder, dass sich Karin Schnegdar im Ford-Cockpit fast ein wenig verloren vorgekommen ist: "Das Raum-Feeling ist fast wie in einem Family-Van." Während es ihr die elliptische Ford-Uhr im Armaturenträger angetan hat, missfallen Schnegdar die Holzimitationen umso mehr: "Das gibt dem Mondeo einen leicht billigen Touch."

Obwohl sich der Laguna größenmäßig am meisten zurückgehalten hat (17 cm kürzer als der Mondeo), bekommt er von Christiane Tauzher das dickste Lob: "Er ist sehr bequem und bietet ausreichend Platz. Außerdem trifft das futuristische Styling innen wie außen meinen Geschmack."

Motoren-Check. Auch bei der Beurteilung der Triebwerke waren die Society-Reporter einhellig begeistert. Dieter Chmelar lobte den TDI-Motor nach Pumpe-Düse-System: "Bärenstarker Antritt, tolle Höchstgeschwindigkeit und praktisch kein Verbrauch." Auch Karin Schnegdar ist von den Talenten des Ford-Motors angetan: "Er beschleunigt gleichmäßig, wie von einem Gummiband gezogen. Nur hektisches Gasgeben nimmt er übel." Und Christiane Tauzher kommt zu dem Schluss: "Ein sehr drehfreudiger, spritziger Motor."

Fazit: Der Passat ist der Stärkste und Sparsamste, der Mondeo bietet am meisten Platz, und der Laguna ist am elegantesten.

16.3.2001 16:26
GUSTO-Rezeptsammlung