Freitag, 16. März 2001

970 m2 Wohnfläche hat die Villa von Boris Becker

Ex-Tennisstar Boris Becker steuert im Streit um seine neue Villa auf Mallorca auf eine Niederlage zu: Er wird den teilweisen Abriss seines zu groß geratenen Anwesens vermutlich nicht vermeiden können.

Die Bauaufsicht der spanischen Ferieninsel lehnte eine von der Gemeinde Arta beantragte Ausnahmegenehmigung am Freitag einstimmig ab. Gegen die Entscheidung des neunköpfigen Gremiums kann zwar Einspruch erhoben werden, sagte Behördenchef Rafael de Lacy. Die Chancen auf Erfolg gelten aber als gering.

Der dreimalige Wimbledon-Sieger hatte vor drei Jahren die Finca Son Coll bei Arta im Osten der Insel gekauft. Er ließ das Hauptgebäude renovieren und erweitern. Man sprach von einer Wohnfläche von 970 Quadratmetern. Da das Anwesen in einem geschützten Gebiet liegt, waren pro Grundstück aber nur maximal 500 Quadratmeter zugelassen. Die Behörden verhängten einen Baustopp, als der Gebäudekomplex weitgehend fertig gestellt war.

Becker argumentierte, er habe vier Parzellen erworben und zu einem größeren Areal zusammengelegt. Die Gemeinde Arta änderte ihre Vorschriften zwar so, dass sie dem 33-Jährigen eine Fläche von bis zu 1000 Quadratmetern zubilligte. Dies wurde von der Bauaufsicht der Inselregierung aber nicht anerkannt. Der frühere Tennisstar müsste also die überschüssigen 470 Quadratmeter abreißen lassen. Er war in den vergangenen Wochen selbst auf die Insel gereist, um den Streit zu schlichten.

16.3.2001 17:34

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