Puff Daddy vor Gericht

Das Schicksal des wegen verschiedener Delikte angeklagten US-Rappers Puff Daddy bleibt unklar. Die Geschworenen fällten noch kein Urteil.
Nach sechs Wochen Verhandlung und mehr als 60 Zeugenaussagen hätten am Mittwoch die Geschworenen über das weitere Schicksal des US-Rappers Puff Daddy entscheiden sollen. Doch die Jurymitglieder konnten sich nicht einigen, ob sie den 31-Jährigen der Gefährdung von Menschenleben, des unerlaubten Waffenbesitzes sowie der Bestechung für schuldig erklären soll oder nicht.
Puff Daddy alias Sean Combs drohen im schlimmsten Fall 15 Jahre Haft.
Sein Anwalt Benjamin Brafman nannte das Verfahren in seinem Schlussplädoyer schlicht "idiotisch". Die Zeugen, die gegen Combs ausgesagt haben, seien nur auf Geld aus und wollen reich werden. Puff Daddy ist mit einem eigenen Musikunternehmen, einem Designer-Label sowie mehreren Restaurants mehrfacher Millionär.
Vier Zeugen der Anklage sagten vor Gericht aus, sie hätten den Rapper in der Tatnacht mit einer Pistole in der Hand gesehen und sogar beobachtet, wie er zwei Schüsse in die Luft feuerte. Puffy selbst beharrt hingegen darauf, dass er unbewaffnet war. Darin wurde er von fünf Zeugen der Verteidigung bestätigt.

