Zweiter Anlauf zur Elefantenhochzeit?

Nach der geplatzten Fusion im vergangenen Jahr verhandeln Dresdner und Deutsche Bank offenbar erneut über eine Zusammenarbeit.
Die Vorstände der Deutschen Bank und der Dresdner Bank, Rolf-E. Breuer und Bernd Fahrholz, sowie Allianz-Vorstandsvorsitzender Henning Schulte-Noelle sollen in Geheimgesprächen zusammen sitzen, berichtet die "Bild-Zeitung" (Freitagausgabe) unter Bezug auf den Branchendienst "Dossier B".
Wie "Dossier B" berichtet, steht die Fusion der beiden Großbanken und der Beteiligung der Allianz an der Bank 24, in die auch das Retailgeschäft der Dresdner Bank eingebracht werden solle, auf dem Programm. Außerdem werde darüber diskutiert, ob der Allianz die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank, DWS, zugeschanzt werden soll.
Brancheninsider hätten gegenüber "Bild" Gespräche bestätigt. Es gehe aber nur um eine "Zusammenarbeit auf Teilgebieten". Die Deutsche Bank und der Versicherer Allianz als Großaktionär der Dresdner Bank haben am Freitagmorgen einen Kommentar zu den Medienberichten abgelehnt. Auch die Dresdner Bank wollte zu den Meldungen nicht Stellung nehmen.
Der geplante Zusammenschluss der beiden Institute zu einer der größten Banken der Welt mit einer Bilanzsumme von damals 2,5 Billionen Mark war vor rund einem Jahr gescheitert. Die Allianz hält etwa 22 Prozent der Anteile an der Dresdner Bank. Im Rahmen der Fusionspläne von vor einem Jahr hätte die Allianz als Großaktionärin bei der Bank 24 einsteigen sollen.

