Neues Kapital für Cargolifter

Die Amerikaner beweisen einmal mehr ihr Faible für wagemutiges Unternehmertum. Jetzt will sich der Elektroriese General Electric an dem Zeppelinbauer CargoLifter beteiligen.
Wie CargoLifter-Vorstand Carl von Gablenz informierte, ist General Electric eine langfristige "Risk-Sharing"-Partnerschaft zur Lieferung und Wartung der Triebwerke für das geplante Luftschiff CL 160 eingegangen. Die dafür am Donnerstag unterzeichnete Vereinbarung umfasst ein so genanntes "Memorandum of Understanding" zu den Triebwerken und ein "Letter of Intent" über die langfristige Zusammenarbeit in der Entwicklung und dem künftigen Einsatz des 260 Meter langen Luftschiffes.
Die Kooperation mit General Electric biete weitreichende Chancen in der Luftschiff- und Unternehmensentwicklung, erklärte von Gablenz im Vorfeld der am kommenden Samstag stattfindenden Hauptversammlung der CargoLifter AG. Eine Kooperation mit dem US-Unternehmen besteht laut von Gablenz bereits seit November 2000. Die für Kundenkontakte zuständige CargoLifter Network entwickele seitdem im Rahmen des "Lead-User"-Konzeptes gemeinsam mit GE Power Systems speziell auf die Erfordernisse der Energiebranche zugeschnittene Einsatzmöglichkeiten des Transport-Luftschiffes CL 160.
General Electric habe Interesse daran, die Zusammenarbeit mit CargoLifter auszudehnen, erklärte Bernhard Fink, Chef von General Electric Deutschland. Viel versprechende Ansätze ergäben sich für GE Power Systems, etwa beim Aufbau mobiler oder dezentraler Kraftwerkseinheiten.

