Chrysler feuert Zulieferer

Bei der Überprüfung der Einkaufslisten entdecken Chrysler-Ingenieure immer neue Fehler. Zehn Prozent der Zulieferer wird gekündigt.
Bereits letztes Jahr mussten sich die Chrysler-Manager ärgern. Sie entdeckten, dass das Unternehmen für gleiche Teile mehr bezahlt als Ford oder General Motors. Der neue Chief Operating Officer Wolfgang Bernhard hat jetzt neue Fehler im Einkauf gefunden. In der eigenen Firma wurden für identische Teile unterschiedliche Preise bezahlt. "Wir finden viele solche Dinge", sagte Bernhard der "Detroit Free Press", "wir benutzen das gleiche Einspritzsystem in verschiedenen Motoren zu unterschiedlichen Preisen."
Momentan untersuchen rund 1500 Chrysler-Ingenieure die Zusammensetzung der zugelieferten Teile und versuchen, Fehler im Einkauf herauszufinden. Dabei müssen auch die Zulieferer mitmachen.
Wer sich nicht auf eine fünfprozentige Preissenkung einlasse, dem wird gekündigt, sagte Bernhard. Von rund zehn Prozent der Zulieferer werde man sich trennen. Den bereitwilligen Firmen versprach der Manager ein Auftragsplus.
Bernhard zufolge akzeptierten 40 Prozent der Zulieferer die geforderte Preissenkung sofort, mit weiteren 50 Prozent wurden in Verhandlungen Einzelregelungen vereinbart. Nur zehn Prozent der Zulieferer lehnten die Preissenkung ab. Diese sollen nun gehen.

