Donnerstag, 15. März 2001

Infineon investiert in Villach

Der Halbleiterhersteller Infineon investiert in diesem Jahr am Standort Villach 4,12 Mrd. S (300 Mill. Euro). Das erklärte Infineon-Finanzvorstand Peter Fischl am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Villach.

Die Investitionen fließen zum Teil in die Fertigstellung des Design Centers, zum größeren Teil aber in den Ausbau der Fertigungskapazitäten. Die derzeitigen Probleme am Markt für Speicherchips träfen Infineon nur am Rande, betonte Fischl.

Die Umsatzprognosen des Konzerns würden sich trotz Umsatzwarnung von Intel und Gewinnwarnung von Siemens nicht verändern. Zahlen wollte Fischl aber nicht nennen, dazu sei der Markt derzeit einfach zu unruhig: "Eines kann ich aber sagen, wir wollen heuer schneller wachsen als der Markt."

Am Standort Villach, wo derzeit 2.650 Mitarbeiter beschäftigt sind, ist die Nachfrage der Kunden nach wie vor höher als die Produktionskapazität. Daher wird massiv in Kapazitätserweiterungen investiert. Besonders gut laufen, so Fischl, die Bereiche mobile Kommunikation und Multimedia sowie die Automobil- und Industrieelektronik. Die Nachfrage nach Hochfrequenz-ICs oder Leistungshalbleitern für Airbag und ABS sei nach wie vor sehr groß.

Viel erwartet sich Infineon auch von der neuen Mobilfunkgeneration UMTS. Fischl: "Man kann zwar noch keine genauen Prognosen anstellen, dazu ist es zu früh. Doch haben wir bereits Chipset-Lösungen für UMTS präsentiert." Infineon werde diese Sparte "durchaus aggressiv" bearbeiten.

15.3.2001 16:51