Technologiewerte in USA und Europa unter Druck

Die US-Technologiebörse Nasdaq hat am Montag zur Eröffnung ihre ungebremste Talfahrt fortgesetzt und nach der Gewinnwarnung von Ericsson mit kräftigen Kurseinbußen eröffnet: Wenige Minuten nach Sitzungsbeginn um 15:30 Uhr MEZ fiel der Nasdaq Composite-Index um 2,6 Prozent auf 1.996,96 Punkte.
Damit ist das Börsenbarometer erstmals seit Ende 1998 unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 Punkten gerutscht. Der Nasdaq-Index hatte zuletzt am 14. Dezember 1998 unter 2.000 Zählern geschlossen. Von seinen Höchstständen knapp über 5.000 Punkten im Vorjahr hat der Index bereits gut 60 Prozent eingebüßt.
Nur moderate Verluste mussten die an der Wall Street gelisteten Standardwerte verbuchen. Der Dow Jones-Index ermäßigte sich um 0,75 Prozent auf 10.565,16 Einheiten, der breiter gefasste S&P 500-Index verlor 0,89 Prozent auf 1.222,39 Zähler.
Ericsson versetzt mit Gewinnwarnung Technologiewerten einen Stoß
Die europäischen Telekomausrüster reagierten hingegen mit massiven Abschlägen auf die Ericsson-Gewinnwarnung. Ericsson selbst büßten 14,7 Prozent ein, Nokia-Aktien notierten an der Börse Helsinki mit einem Minus von 8,7 Prozent. Ericsson hat seine Gewinn- und Umsatzprognosen für das laufende Quartal wie berichtet deutlich gesenkt. Vor Steuern werde für das Quartal ein Verlust zwischen vier und fünf Milliarden Kronen erwartet, nachdem man bisher von einem ausgeglichenen Ergebnis ausgegangen sei.

