Mittwoch, 14. März 2001

Hermann Maier - Superstar

Hermann Maier, der bereits in Aare den dritten Weltcup-Gesamtsieg ausgiebig gefeiert hatte, stand am Dienstag Abend in seinem Heimatort Flachau im Mittelpunkt einer großen Feier. Die große Kristallkugel, die ihm beim Finale in Schweden überreicht worden war, konnte er den rund 3.000 Fans allerdings nicht präsentieren.

Sie war auf dem Transport nach Österreich kaputt gegangen, was aber der "Herminator" nicht weiter tragisch nahm: "Ich habe ja noch zwei andere..."

Auch Nefs Weltcup-Kugel kaputt

Der herminator ist allerdings nicht der einzige Aktive, dessen Weltcup-Kristallkugel auf dem Transport von Schweden nach Österreich kaputt gegangen ist. Auch jene von Sonja Nef, Siegerin der Riesentorlauf-Wertung, wurde beschädigt. Der Weltcupkugel-Produzent "Joska" hat der Schweizerin aber eine neue Trophäe offeriert und wird wohl auch Maier ein neues Stück anbieten.

Trotz Scherben ein glanzvolles Maier-Fest

Natürlich mangelte es auch diesmal nicht an Geschenken. Von Bürgermeister Hans Weitgasser gab es einen uralten Holztisch mit Marmorintarsien, passend zum Kasten, den Maier bereits früher erhalten hatte. Landeshauptmann Franz Schausberger übergab dem Skikönig neben einem großen Jausenkorb auch den "Großen Ehrenbecher" des Landes und strich dabei u.a. die wirtschaftliche Bedeutung der Maier-Erfolge und seine Vorbildwirkung für die Jugend hervor.

Maier in Schokalade aufgewogen

Im Rahmen des bunten Showprogramms, das sich bis Mitternacht hinzog und von Harry Prünster moderiert wurde, stand der Lokalmatador noch in anderer Hinsicht im Mittelpunkt. Maier wurde in Schokolade aufgewogen, daneben bekam er eine gut vier Meter hohe Schoko-Weltcupkugel und dann versuchte sich Hermann im Beisein seiner Eltern und seiner Freundin Gudrun auch bei dem eigens für ihn komponierten "Maier-Marsch" als Dirigent.

Motorrad fahren zum Stressabbau

Allerdings ließ er keinen Zweifel daran, dass er nun genug vom Feiern hat und sich bereits darauf freut, nach dem Stress dieses Winters endlich etwas ausspannen zu können. "Jetzt wünsche ich mir einmal etwas Ruhe", sagte der "Herminator", der sich in nächster Zeit u.a. mit Motorrad fahren die Zeit vertreiben will.

14.3.2001 10:31