Samstag, 17. März 2001

4.000 Einsatzkräfte gegen 20.000 Demonstranten

Rund 20.000 Globalisierungsgegner haben sich am Samstag in Neapel eine Straßenschlacht mit Sicherheitskräften geliefert. Dutzende von Menschen seien verletzt worden, berichtete das staatliche Fernsehen in Rom.

Zu der Demonstration gegen eine internationale Konferenz über die Nutzung der neuen Kommunikationstechnologien in der Politik hatten linksgerichtete Gruppen aufgerufen. Mehrere Demonstranten wurden den Angaben zufolge festgenommen.

Vermummte Autonome wollten Polizeisperren zum Konferenzort im Zentrum Neapels durchbrechen und warfen mit Pflastersteinen. Die Sicherheitskräfte setzten Schlagstöcke und Tränengas ein. Zeitweise waren weite Teile des Stadtzentrums von einer dichten Tränengaswolke eingehüllt. Auch Schaufenster gingen zu Bruch.

Die Globalisierungsgegner waren größtenteils in Zügen aus Mailand und Palermo in der süditalienischen Hafenstadt eingetroffen. Spezialpolizei von rund 4.000 Mann war seit Mittwoch und Donnerstag in Neapel im Einsatz, um das Stadtzentrum mit Barrikaden abzuschotten und gepanzerte Fahrzeuge für mögliche Zusammenstöße in Stellung zu bringen. Am Samstag kreisten Hubschrauber über der Stadt.

17.3.2001 15:01