Samstag, 17. März 2001

Rot-grünes Rathaus - dann rot-grüner Ballhausplatz?

Ein rot-grünes Rathaus würde die Chancen für eine ebensolche Koalition auf Bundesebene stark steigern: Diese Ansicht der Österreicher ergibt die neueste FORMAT/OGM-Umfrage zur Wien-Wahl 2001.

Sollten die Wiener Freiheitlichen bei der Gemeinderatswahl am kommenden Sonntag Verluste einfahren, glaubt eine leichte Mehrheit der Österreicher an Konsequenzen für die Bundeskoalition. 48 Prozent erwarten sich Spannungen, wohingegen 42 Prozent meinen, dies würde die Regierungskoalition kaum belasten. Wobei die Fronten, wie die OGM-FORMAT-Umfrage beweist, fast nach absehbaren Grenzen verlaufen: SPÖ- und Grünen-Anhänger prophezeien überwiegend Spannungen (68 beziehungsweise 65 Prozent), ÖVP-Freunde dagegen sehen zu 74 Prozent eine kaum belastete Bundesregierung. Nur in der FPÖ halten sich Pessimisten und Optimisten knapp die Waage: 45 zu 43 Prozent befürchten sie Spannungen.

Rot-Schwarz wird von den Befragten als sinnvollste Koalitionsvariante gesehen (44 zu 28 Prozent), darunter befinden sich Wähler von SPÖ, ÖVP und FPÖ gleichermaßen. Lediglich bei den Grünen ergibt sich eine überzeugende Zustimmung zum rot-grünen Experiment (75 gegen 17 Prozent). Was offenbar Folgen für die Bundesebene hätte - denn fast ebenso viele Befragte glauben in der Folge an größere bzw. geringere Chancen für einen rot-grünen Ballhausplatz. Noch deutlicher die Opinion-leader: 41 Prozent sehen größere Chancen für ein rot-grünes Bundeskabinett.

17.3.2001 15:28