Iwanow: Kooperation nicht gegen Dritte gerichtet

Dass Russland und der Iran in Sachen Militärhilfe näher aneinander gerückt sind, ist der internationalen Öffentlichkeit nicht entgangen. Nun sah sich der russische Außenminister, Igor Iwanow, gezwungen, eine Erklärung abzugeben und sprach von einer "Stärkung der Verteidigungsfähigkeit" Teherans.
Die neue militärische Zusammenarbeit Moskaus und Teherans werde "in keiner Weise anderen Staaten oder der Stabilität der Region schaden", sagte Iwanow am Mittwoch nach einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Mohammad Khatami im Moskauer Kreml. Vielmehr sollten die vertieften Beziehungen Russlands und Irans zur Stabilität der Region beitragen.
Gleichzeitig wies Iwanow erneut westliche Kritik an der Annäherung seines Landes zum Iran zurück. Nach seiner Ansicht versuchten Kritiker lediglich, die Beziehungen Russlands und des Iran "in ein schlechtes Licht zu rücken".
Trotz westlichen Misstrauens hatten Teheran und Moskau am Vortag eine Vertiefung ihrer Zusammenarbeit in der Rüstung und Atomindustrie vereinbart. Moskau werde sich jedoch an internationale Abkommen halten und keine verbotenen Waffen liefern, sagte Präsident Wladimir Putin nach einem Treffen mit Khatami. Der Wert der zukünftigen russisch-iranischen Rüstungsgeschäfte wurde auf etwa 300 Millionen US-Dollar (326 Mill. Euro/4,49 Mrd. S) jährlich geschätzt.
Khatami wird zum Abschluss seines Besuchs in Russland am Mittwoch Sankt Petersburg und Kasan, die Hauptstadt der islamisch geprägten Teilrepublik Tatarstan an der Wolga, besuchen.
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